Weil am Rhein Furiose Melange diverser Musikstile

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Weil am Rhein . Die Herbstzeitlosen haben am vergangenen Freitag zu einem Konzert unter dem Titel „Klassik für jedermann!“ eingeladen. Die Leiterin der Herbstzeitlosen, Caro Lefferts, hatte dafür die Binzener Pianistin Deug-Yun Kim gewinnen können. Verstärkt wurde Kim durch die aus Japan stammende Cellistin Chisaki Kito und den aus Mexiko stammenden Geiger und Bratschisten Carlos Cota López.

Rathaussaal beim Konzert vollbesetzt

Das Konzert traf auf großes Interesse, waren doch die Sitzreihen im Rathaussaal voll belegt, heißt es im Nachgang in der Pressemitteilung. Den tänzerisch getragenen Auftakt bildete die von Chisaki Kito auf dem Cello gespielte „Cello Suite No. 1“ von Bach, gefolgt – wie dem Veranstaltungstitel entsprechend – von Mozarts „Eine kleine Nachtmusik“, die vom Publikum mit Applaus belohnt wurde.

Den Anschluss bildeten eine Romanze aus Mexiko, die für eine Hochzeit komponiert worden war, sowie drei sehnsuchtsvolle Tangos, unter anderem von Astor Piazzolla. Bevor die leidenschaftlich vorgetragenen Tangos das Publikum ganz in ihren Bann schlugen, gelang es López durch seine charmante und ansprechende Moderation, das Interesse des Publikums zu wecken.

Nach der Pause griff das erste Stück die melancholisch leidenschaftliche Stimmung der Tangos wieder auf. Es handelte sich um Schostakowitschs Walzer aus der Jazz Suite No. 2, der manchen an die Eröffnungsmusik aus der Brunetti-Serie erinnert haben mag, jedoch viel älter ist als diese. Den furiosen Abschluss des Konzerts bildete die „Cafe Music“ von Paul Schoenfeld. López erläuterte, Schoenfeld habe die Inspiration für diese Musik in einem Restaurant mit Livemusik erhalten, wo er oft zum Essen war.

Inspiration im Restaurant mit Livemusik

Jedes Mal, wenn er dort war, spielten und improvisierten die Musiker einen anderen Musikstil. Das habe ihn so beeindruckt, dass er die „Cafe Music“ schrieb, um alle die gehörten Musikeindrücke in einer furiosen Melange zusammenzuführen. Im Anschluss spielte das Trio die „Cafe Music“ mit großem Elan und wilder Energie und wurde dafür vom Publikum mit reichlich Applaus belohnt.

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