Weil am Rhein Geheimtipp nicht nur für heiße Tage

In der siebten Folge unserer Serie „Lebensader Hauptstraße“ widmen wir uns dem Läublinpark. Dieser stellt mit viel Grün, Spielmöglichkeiten und einem Café eine Naherholungsmöglichkeit für die Besucher dar.

Von Adrian Steineck

Weil am Rhein. Michel Podritschnig zählt zu den regelmäßigen Besuchern im Läublinpark. Der junge Vater, der mit seinem acht Monate alten Sohn Romej und einem Spitz im Park unterwegs ist, schätzt vor allem die Ruhe dort. „Auch während der heißen Tage war im Läublinpark angenehm wenig los“, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Allerdings findet Podritschnig auch Kritikpunkte: „Dafür, dass das der einzige Park hier ist, könnte man schon ein bisschen mehr draus machen“, findet er, auch mit Blick auf einen Brunnen, der schon seit längerer Zeit kein Wasser mehr führt.

Der Spielplatz im Park wird derweil rege genutzt. Vier Kinder tollen im Sand herum. Ihre Eltern und Großeltern haben es sich in der Zwischenzeit auf einer der Parkbänke gemütlich gemacht. „Der Park ist ja so abgeschlossen, dass man ganz beruhigt sein kann“, erzählt Claudia Döring, die mit ihren beiden Enkelkindern im Alter von drei und vier Jahren einmal in der Woche in den Läublinpark kommt. „Die Kinder suchen sich diesen Ort selbst aus“, sagt sie schmunzelnd.

Als besonders positiv empfindet Claudia Döring es, dass es hier auf dem Spielplatz noch nie Probleme mit Scherben im Sand oder ähnlichen Verunreinigungen, welche die spielenden Kinder gefährden, gegeben hat. „Die Kinder können hier ganz sorglos spielen“, freut sie sich.

Vor sechs Wochen hat das Min-Café eröffnet

Auch für das kulinarische Angebot ist wieder gesorgt. Vor sechs Wochen hat das „Min-Café“ eröffnet. „Wir haben bereits viele Stammgäste“, berichtet die Pächterin Minh Nguy aus Karlsruhe. Sie setzt auf Backwaren und Kuchen vom Café Lamm sowie besondere Brötchen nach vietnamesischer Art. Auch Mittag- und Abendessen gibt es im „Min-Café“.

Mit der Lage ist die Pächterin zufrieden. „Auch die Anwohner kommen oft hierher, um Kaffee zu trinken und etwas zu essen“, sagt Minh Nguy. Bei ihrer asiatischen Küche setzt sie vor allem auf Gemüse, das mit wenig Öl und Fett zubereitet wird.

Ob sich der Park in Zukunft vom Geheimtipp zum Besuchermagneten entwickelt, bleibt abzuwarten. Denn die Stadt Weil am Rhein plant weiter mit einer Verlängerung der Tramlinie 8 bis zum Läublinpark. Das von der Stadtverwaltung und großen Teilen des Gemeinderats gewünschte Projekt wurde nicht in das dritte Agglomerationsprogramm mit aufgenommen, von dem sich die Stadt Weil am Rhein einen Zuschuss von bis zu 50 Prozent der Investitionskosten erhofft hat. In dem Fall hätte das Projekt bereits 2020 beginnen können.

Jetzt richten sich die Hoffnungen der Stadt auf das vierte Agglo-Programm, wobei ein Baubeginn dann im Jahr 2024 möglich wäre. Ohne Zuschuss aus der Schweiz und eine Finanzspritze vom Land Baden-Württemberg in derselben Größenordnung kann die Stadt eine Tramverlängerung, die etwa 20 Millionen Euro kosten würde, nicht stemmen.

Sie möchten alle Nachrichten aus Ihrer Gemeinde lesen?
Dann testen Sie unser ePaper – 3 Wochen völlig gratis und unverbindlich! Klicken Sie HIER.

  • Bewertung
    0

Newsticker

blank

Umfrage

E-Auto

Bosch-Chef Volkmar Denner warnt davor, sich bei der Klimadebatte auf die Elektromobilität festzulegen. Er benutze ein Fahrzeug mit hocheffizientem Diesel-Motor und sehr viel geringerem CO2-Ausstoß. Wie stehen Sie dazu?

Ergebnis anzeigen
loading