Weil am Rhein "Gesamthaft in der Region denken"

Eine Taktversichtung für die Regi-S-Bahn fordert Weils Oberbürgermeister. Außerdem sollten alle Haltepunkte (hier Haltingen) zwischen Müllheim und Basel angefahren werden. Foto: Siegfried Feuchter Foto: Weiler Zeitung

Weil am Rhein. Mit einem Schreiben an die Freiburger Regierungspräsidentin Bärbel Schäfer bittet Oberbürgermeister Wolfgang Dietz, sich bei der Landesregierung für eine Taktverstärkung bei der Regio-S-Bahn zwischen Freiburg und Basel einzusetzen. Hintergrund dieses stets aktuellen Themas ist die jüngste Sitzung des Flughafenbeirats für den EuroAirport. Dort ist die Absicht der Schweizer und französischen Seite deutlich geworden, den Schienenanschluss des Flughafens vom Bahnhof Basel SBB bis spätestens 2020 zu verwirklichen. Zu diesem Zeitpunkt wird auch eine zweite Rheinbrücke in Basel fertiggestellt sein. Diese erlaubt dann eine regelmäßige Durchbindung der S-Bahn-Züge von Zell im Wiesental bis Basel SBB und auch auf der Rheintalschiene Freiburg " Basel Badischer Bahnhof - Basel SBB. SBB wird zur zentralen Umsteigestation Der Bahnhof Basel SBB wird damit zu einer zentralen Umsteigestation für die gesamte Region am Rheinknie. Zudem wird die Möglichkeit einer deutlichen Qualitätsverbesserung für den schienengebundenen Nahverkehr eröffnet. Oberbürgermeister Dietz zieht daher den Schluss, dass die jüngsten Überlegungen der Landesregierung, den Schienentakt an den Anrainergemeinden der Rheintalstrecke eher zu kürzen als zu verstärken, im Widerspruch zu den infrastrukturellen Anstrengungen der französischen Republik und der Eidgenossenschaft stehen. "Wir müssen in der Region gesamthaft denken", führt Dietz in seinem Schreiben aus. Mit einer Verbesserung der Taktsituation auf der Rheintalstrecke werde die Investitionsanstrengung auf französischer und Schweizer Seite einen noch höheren Wert erhalten. Zu einem S-Bahn ähnlichem Verkehr auf der Rheintalstrecke gehöre für ihn, dass mindestens zwischen Müllheim und Basel alle Haltepunkte entlang der Rheintalstrecke angefahren werden, was "auch immer die Geschäftsgrundlage für die positive Haltung der Rheintalgemeinden zum Ausbau des dritten und vierten Gleises war." OB Dietz bittet nun die Regierungspräsidentin als "Anwältin der Region" beim Ministerium für Verkehr und Infrastruktur auf die besonderen regionalen Umstände hinzuweisen. Der Appell an Schäfer zielt darauf ab, "gegenüber der Landesregierung aktiv zu werden und die Anliegen der Bürger und der Kommunen, die an einer deutlichen Verbesserung des schienengebundenen öffentlichen Nahverkehrs interessiert sind, zu verdeutlichen." Schließlich sei bereits im Koalitionsvertrag der Landesregierung festgehalten, dass "das Angebot des Schienenpersonennahverkehrs in Quantität sowie Qualität spürbar verbessert werden soll". OB Dietz resümiert daraus, dass sich die Wünsche aus der Bevölkerung und die erklärten politischen Ziele der Landesregierung decken und daher diese wichtige positive Chance nicht vertan werden sollte.

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