Weil am Rhein - Während die Großbaustelle an der Hangkante auf Hochtouren läuft, schreitet die Vermarktung der 16 500 Quadratmeter großen Verkaufsflächen für das Einkaufscenter ebenso voran. „Bis Ende des Jahres werden wir die Hälfte der Flächen vermietet haben“, sagt Andreas Thielemeier, Geschäftsführer von Cemagg, im Gespräch mit unserer Zeitung.

Damit liegt der Investor des 85-Millionen-Projekts „Dreiländergalerie“ im selbst vorgegebenen Zeitplan. Bis Ende nächsten Jahres sollen alle Mietverträge weitgehend unter Dach und Fach sein. Namen, welche Geschäfte in die „Dreiländergalerie“ einziehen werden, nennt Thielemeier nach wie vor keine. Das wird erst wenige Wochen vor der Eröffnung der Fall sein. Nach wie vor geht Cemagg davon aus, im Herbst 2020 das Einkaufscenter eröffnen zu können.

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Unterschriebene Verträge auf dem Tisch

In jedem Fall sind nach Angaben des Geschäftsführers unter den ersten Mietern auch Ankermieter. „Wir hätten doch nicht mit dem Bau begonnen, wenn wir nicht unterschriebene Verträge auf dem Tisch liegen hätten“, betont Thielemeier mit dem Hinweis, einen ausgewogenen Branchenmix anzustreben.

Gleichwohl räumt der erfahrene Cemagg-Geschäftsführer ein, dass es heutzutage nicht mehr so einfach ist wie vor ein paar Jahren, Mieter zu bekommen. „Früher war es ein Vermietermarkt, heute haben wir einen Mietermarkt“, sagt Thielemeier. Die Cemagg-Verwaltungsgesellschaft betreut drei weitere Einkaufscenter in Karlsruhe, Krefeld und Magdeburg.

In Weil am Rhein sei aufgrund der ausgezeichneten Grenzlage die Nachfrage nach wie vor „sehr groß“. Jedoch würden heutzutage Mieter höhere Forderungen im Zusammenhang mit den Nebenkosten und der Technik stellen.

Thielemeier bestätigt auch, dass außer an Top-Standorten wie München, Hamburg oder Berlin in vielen anderen Städten Einkaufscenter auf dem Rückzug seien. Doch hier im Dreiländereck bestehe durch die attraktive Lage eine andere Situation, wie die Nachfrage nach Mietflächen zeige.

Imagewerbung für die Stadt Weil am Rhein

Eine Selbstverständlichkeit ist es nach Angaben von Thielemeier, mit dem örtlichen Einzelhandel zusammenzuarbeiten. Das habe er schon als früherer Karstadt-Geschäftsführer so gehandhabt und tue es auch in den drei genannten Städten, in denen er Einkaufscenter managt. „Je näher es auf den Eröffnungstermin zugeht, je häufiger werde man sich mit dem innerstädtischen Einzelhandel treffen. Dabei gehe es um gemeinsame Aktionen und gemeinsame Imagewerbung für die Stadt Weil am Rhein.