Weil am Rhein Handarbeiten, Spiele und Bildbände

Weiler Zeitung, 14.11.2017 00:00 Uhr

Weil am Rhein (rewe). Eine gefragte Adresse war am Wochenende wieder das evangelische Gemeindehaus im Bläsiring, wo die Markgräfler Katzenfreunde ihren traditionellen und allseits beliebten vorweihnachtlichen Katzenbasar ausrichteten. Wie immer wurde der Basar zugunsten Not leidender Tiere organisiert.

Die mit vielen schönen Dingen reichlich bestückten Tische enthielten denn auch für jeden Geschmack wieder das passende Angebot. Gekommen war auch wieder ein fester Besucherstamm aus Tierfreunden, Katzenbesitzern und Gönnern des Vereins, der die engagierte Arbeit der Markgräfler Katzenfreunde zu schätzen weiß.

Ein Teil des Saals wurde als gemütliche Kaffeestube eingerichtet, wo sich die Gäste mit Kaffee und selbst gebackenen Kuchen – darunter auch Kuchenspenden von Mitgliedern der SOS-Katzenhilfe – sowie Brötchen und Getränken stärken konnten.

Wer sich nach den ersten Weihnachtsgeschenken umsehen wollte, hatte eine große Auswahl: Es lockten Bastel- und Handarbeiten, wie Gestricktes und kunstvoll Genähtes – überwiegend von den Mitgliedern selbst gefertigt. Aber auch Porzellankatzen als Deko, Nostalgiepuppen, Spiele, Papierwaren, fantasievolle Adventsgestecke sowie Keramik-, Holz-, Glas- und Porzellansachen als Geschenke stellten die Besucher vor die Qual der Wahl.

Eine besondere Anziehungskraft übte auch wieder der Flohmarkt aus, der zu Billigstpreisen eine große Auswahl zusätzlicher Geschenkideen enthielt. Dazu zählten Kaffeekannen aus Großmutters Zeiten mit recht viel Fassungsvermögen, Porzellan-Sammeltassen, Vasen in allen Variationen sowie Bücher, wie etwa Bildbände über Katzen.

Sehr begehrt war zudem auch wieder der Katzen-Postkarten-Kalender, den die Katzenfreunde nunmehr seit 15 Jahren als zusätzliche Hilfsaktion für verwilderte und freilebende Katzen alljährlich anbieten. Bei einer Tombola bestand die Chance, einen attraktiven Preis zu gewinnen. Der Hauptpreis war hier ein Kratz- und Kletterbaum für den Stubentiger.

Der zweitägige Katzenbasar bot außerdem auch die Gelegenheit, mit den Vereinsmitgliedern ins Gespräch zu kommen, um sich unter anderem über wichtige Fragen zur artgerechten Tierhaltung beraten zu lassen. Hierfür waren an dem Wochenende mit der Vorsitzenden Veronika Merz sowie Renate Martin eine Reihe fleißiger Helfer im Einsatz. Ergänzt wurde das Informationsangebot durch eine Vielzahl von Broschüren, die auf einem gesonderten Tisch auslagen.

Der seit 1981 bestehende Verein leistet das ganze Jahr hindurch wichtige Aufklärungsarbeit.

Weil am Rhein (rewe). Nach wie vor liegt der Schwerpunkt der Markgräfler Katzenfreunde auf dem ständig aktuellen Thema der Kastration verwilderter Hauskatzen. Laut der Vorsitzenden Veronika Merz handelt es sich nicht etwa nur um „Wildlinge“, sondern zum größten Teil auch um freilebende, ehemalige Hauskatzen, die von ihren Besitzern nicht gesucht wurden.

Die Hilfe dieser Tiere wird deshalb auch weiterhin die Hauptaufgabe des Vereins bleiben. Um weiteren Nachwuchs zu vermeiden, werden die Katzen für die tierärztliche Kastration mit vereinseigenen Lebendfallen eingefangen. Eine mit Futter bestückte Falle wird an einem Futterplatz zunächst für zwei bis drei Tage geöffnet aufgestellt wird, sodass die Katzen während dieser Zeit „Vertrauen“ gewinnen. Erst ab dem zirka dritten Tag wird die Falle aktiviert, die sich nach Betreten der Katze automatisch schließt. Auf diese Weise gelingt es den Katzenfreunden, im Schnitt etwa 40 bis 50 freilebende Katzen pro Jahr kastrieren zu lassen.

So wird der Erlös des Basars (siehe nebenstehenden Bericht) wieder für die Kastration verwendet und Findlingen zugute kommen.

 
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