Weil am Rhein Herausfinden, wo es noch hakt

„Weil am Rhein & Ich – Wo hakt’s?“ Unter diesem Motto hatten der SPD-Ortsverein Weil und Haltingen und die SPD-Fraktion im Weiler Gemeinderat am Samstagnachmittag Mitglieder und interessierte Mitbürger zum Neujahrsspaziergang eingeladen.

Von Joachim Pinkawa

Weil am Rhein. Während Parteispitze und Parteibasis sich auf Bundesebene mit der Entscheidung über eine große Koalition beschäftigten, bewies die Weiler und Haltinger SPD Orts- und Bürgernähe. „Gemeinsam wollen wir uns vor Ort über die Neugestaltung der Weiler Innenstadt und die Auswirkungen auf die Verkehrssituation der Gartenstadt sowie den baulichen Zustand und mögliche Perspektiven der Leopoldschule informieren“, beschrieb Johannes Foege, Fraktionsvorsitzender der SPD im Weiler Gemeinderat, den Anspruch der Veranstaltung.

Zu der kleinen Gruppe, die der Einladung gefolgt war, gehörten neben Foege die SPD-Stadträte Jürgen Valley, Matthias Dirrigl und die Ortsvereinsvorsitzende Brigitte Pantze sowie einige Bewohner der Gartenstadt und der Vorsitzende des Fördervereins der Leopoldgrundschule sowie Elternbeiratsvorsitzende Claudia Becherer. Nach kurzer Schilderung der aktuellen Ausgangssituation mit den Verkehrsproblemen am Schlaufenkreisel und den dazu derzeit laufenden Planungsdiskussionen zur künftigen Umgestaltung dieses Bereichs führte der Weg von der Hauptstraße durch die Leopold- und die Luisenstraße an die Gartenstraße. Dort wurden die akuten Verkehrs- und Parkprobleme intensiv erörtert, die aus dem Verkehrsdruck und der unzureichenden Parksituation resultieren.

Die künftig angedachte Einbahnstraßenregelung stadtauswärts und weitere Alternativen kamen dabei mit direkt Betroffenen ebenso zur Sprache, wie die mögliche Schaffung weiterer Parkmöglichkeiten zur Eindämmung des „Parkplatz-Such-Verkehrs“ durch „Konsum- und Berufspendler“, wie Foege es formulierte.

Mangelnde Kontrolle bei den Parkregelungen

Er konstatierte weiter, dass es „nicht nur politischen Mut zur Umgestaltung braucht“ und „eine einzelne Maßnahme, wie ein schlichtes Verbot, oder das ledigliche Aufstellen von Verkehrsschildern allein nichts nützt und unbedingt zielführend wirkt“. Betroffene Anwohner bestärkten diese Ansicht, beklagten aber gleichzeitig die mangelnde Kontrolle bei der Einhaltung bereits bestehender Parkregelungen, wie beispielsweise der kostenpflichtigen Parkausweise für Anwohner. Leider dokumentierte das äußerst geringe Verkehrsaufkommen am Samstagnachmittag nicht anschaulich die sonst üblichen Probleme.

Die entwicklungsbedingt angespannte Parkplatzsituation allein für die Anwohner im Bereich des Markplatzes an der Gartenstraße ließ für die „Spaziergänger“, bedingt durch vorhandenen Denkmalschutz, auch nur sehr eingeschränkte Lösungsansätze erkennen, außer einer radikalen Neugestaltung des Platzes mit einer Tiefgarage und darüber befindlichem Spiel- oder Marktplatz.

Hauptamstsleiterin Anette Huber berichtete den Teilnehmern über den Entwicklungsstand der Leopoldschule zur Ganztagsschule in baulicher Hinsicht und die bisher erfolgte räumliche Umgestaltung mit Betreuungsräumen, in denen bereits 70 Kinder in der Kernzeit betreut werden. „Schule und Stadtverwaltung entwickeln anhand der jährlichen Schulberichte im Dialog die Bildungseinrichtung entsprechend weiter, um ein zukunftsfähiges Bildungsangebot sicherzustellen“, beschrieb Huber die Zusammenarbeit mit der Schulleitung und dem Förderverein.

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