Weil am Rhein Hoffnung, dass alle Kurse klappen

Tom Leischner hat gestern das neue VHS-Semesterprogramm vorgestellt. Foto: Saskia Scherer

Das neue Semester der Weiler Volkshochschule (VHS) beginnt am 21. September. Im Programm ist zwar vieles gleich geblieben, aber es gibt auch einige neue Angebote, die Leiter Tom Leischner gestern bei einem Pressegespräch vorgestellt hat.

Weil am Rhein. Alle Kurse im neuen Programmheft sind geplant – hinter manchen steht laut Leischner aber noch ein Fragezeichen. „Wir dürfen in den Schulen immer noch nicht in die von Klassen genutzten Räume.“ Er hoffe sehr, dass es Ende September wieder möglich sein wird, denn beispielsweise abendliche Sprachkurse finden im Kant-Gymnasium oder in der Realschule Dreiländereck statt. „Etwa ein Viertel der Angebote wäre betroffen, wenn wir nicht in die Schulen könnten.“ Dann müsste die VHS kurzfristig sehr kreativ werden. „So große Räume zu finden, ist aber schwierig.“ Sicherlich könnten nicht alle Kurse umverlagert werden. Ob der Aquafitness-Kurs im Laguna Badeland stattfinden kann, wisse Leischner auch noch nicht.

Bei den anderen Räumlichkeiten hoffe er, dass dort die Corona-Verordnung umgesetzt werden kann, also zum Beispiel, dass richtiges Lüften dort möglich ist. „Wir sammeln nun erst einmal die Anmeldungen und schauen dann, ob es klappt.“

Die VHS hat ein übergeordnetes Hygiene-Konzept, vor Ort seien dann aber jeweils Details zu klären, also etwa wo die Markierungen am Boden angebracht werden. Veranstaltungen finden unter anderem im Haus der Volksbildung, im Kesselhaus und im Gebäude Am Rathausplatz 3 statt. Maximal 16 Teilnehmer sind zugelassen, bei bestimmten Angeboten aber auch weniger, etwa beim Yoga. „Da sind es statt früher 15 oder 16 jetzt nur noch neun oder zehn.“

Das Programm

Neu im Programm ist zum einen der Sprachkurs „Französisch für den Einkauf“. Des Weiteren wird „Italienisch für den Urlaub“ angeboten. „Hoffentlich kann man im nächsten Jahr wieder mit einem guten Gefühl dort Urlaub machen“, meinte Leischner. „Und jetzt kann man schon einmal dafür üben.“

Die Diskussionsreihe „Am Puls der Zeit“ wird wieder aufgenommen. Am 22. Oktober geht es im Großen Saal im Haus der Volksbildung um das Thema „Tempolimit – Werden wir ausgebremst?“ Bei der Reihe wird stets ein Thema kontrovers von zwei Referenten diskutiert, Kulturamtsleiter Tonio Paßlick fungiert als Moderator. „Ich bin noch auf Referentensuche“, berichtete der VHS-Leiter.

Einen Höhepunkt stellt für ihn die Lesung von Ahmad Mansour aus seinem Buch „Klartext zur Integration – Gegen falsche Toleranz und Panikmache“ am 6. Oktober dar, ebenfalls im Haus der Volksbildung. „Das hatten wir schon im vergangenen Semester angeboten, aber die Veranstaltung musste aufgrund von Corona ausfallen.“

Neu im Programm ist außerdem der Vision­board-Workshop „Kreativ entspannt“, ebenso die Kurse zu den Themen „Merktechniken“ und „Lernen lernen“. „Da habe ich lange gesucht“, so Leischner.

Das Repair-Café im Kesselhaus geht im September wieder an den Start. Ab dann finden auch wieder einige Stadtführungen statt.

Werbung macht Leischner außerdem für die Diskussionsrunde der VHS Lörrach mit dem Titel „Homöopathie – wirksame Komplementärmedizin oder nur Placebo?“. „Das ist ähnlich wie ,Am Puls der Zeit’.“ Er finde es gut, dass man sich kritisch mit dem Thema auseinandersetzt. Anmelden muss man sich bei der VHS Lörrach.

Vergeblich auf der Suche sei er nach Dozenten für einen Gebärdensprachkurs. „Dabei wird das wirklich gewünscht“, erklärte der Leiter. Insgesamt beschäftigt die Weiler VHS rund 130 Dozenten.

Für das neue VHS-Semesterprogramm gibt es erstmals keine Weitermeldeliste. Über diese können sich zu normalen Zeiten Teilnehmer direkt für den nächsten Kurs im neuen Semester anmelden. „Aber wenn wir das beibehalten hätten und Kurse in Zukunft kleiner sind, hätten wir ja entscheiden müssen, wer teilnehmen darf und wer nicht“, erklärte VHS-Leiter Tom Leischner gestern beim Pressegespräch. Und auch physisch sei es ja nicht möglich gewesen, auf einer Liste zu unterschreiben, da die alten Kurse Mitte März abgebrochen wurden.

So kam es denn auch, dass die VHS am ersten Tag bereits 400 Anmeldungen verzeichnete. Mittlerweile sind noch einmal 100 dazu gekommen, also rund 500 Anmeldungen an den ersten drei Tagen. „Dennoch werden wir durch die Beschränkungen weniger Teilnehmer als sonst haben.“

Weil am Rhein (sas). Die VHS-Mitarbeiterinnen, die am Empfang arbeiten, befinden sich nicht mehr in Kurzarbeit, wie Leiter Tom Leischner beim Pressegespräch berichtete. Eine Mitarbeiterin aus der Buchhaltung arbeite demnächst auch wieder mit voller Kraft. „Wir hoffen auf ein in Anführungszeichen normales Semester“, so Leischner. „Wir haben auch nicht weniger Arbeit, sondern eher mehr.“

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