Weil am Rhein Hoffnung, dass es aufwärts geht

Sie halten dem Schwarzwaldverein seit Jahrzehnten die Treue: (von links) Hanspeter Walter, Vorsitzende Rosemarie Lange, Ursula Walter, Hansjörg Aleth, Monika Kliffken, Andrea Sailer, Antonia Duttenhöfer, Veronika Glomann, Erich Bollschweiler, Gisela Obermeier und Fritz Walter. Foto: sc

Weil am Rhein - Der Schwarzwaldverein Weil am Rhein hat seine Jahreshauptversammlung in der Jahnhalle abgehalten. 52 Mitglieder waren gekommen. Unter ihnen der Ehrenvorsitzende Hermann Künzig sowie der Vorsitzende des Bezirks Markgräflerland, Helmut Müller. Letzterer überbrachte die Grüße des Hauptvereins und bestätigte dem Ortsverein: „Trotz aller Widrigkeiten haben Sie sich den Schwung erhalten.“

Pandemiebedingt war das Jahresprogramm eingeschränkt, wie aus dem Bericht der Vorsitzenden Rosemarie Lange hervorging.

Rückblick

Zwar fand noch der Neujahrsempfang an der Hermann-Daur-Hütte statt, der Roche-Turm wurde besichtigt und auch die Jahreshauptversammlung konnte durchgeführt werden, genauso wie die Wanderwoche auf Mallorca im März. Danach allerdings wurden alle Pläne durchkreuzt. Die Veranstaltungen konnten nur noch unter Respektierung der geltenden Auflagen stattfinden.

„Ich habe die Hoffnung, dass es wieder aufwärts geht“, sagte Wanderwart Hansjörg Aleth, der sein Amt abgab. Sein Dank galt vor allem Antonia Duttenhöfer, mit 24 Teilnahmen die eifrigste Wanderin. Insgesamt wurden 39 Touren durchgeführt. 583 Teilnehmer bewältigten 1728 Kilometer.

Über die Aktivitäten der Veloabteilung informierte Roland Christ. Es konnten sechs Tagestouren mit insgesamt 117 Teilnehmern durchgeführt werden. Im Oktober ist eine Abschlussfahrt geplant. Auch im kommenden Jahr sollen sechs Tagestouren stattfinden. Geplant ist ebenfalls, die ausgefallene Schneeschuhtour in einem dritten Anlauf zu realisieren.

Mit geschichtlichem Hintergrund wird zum Beispiel entlang der Rheinmarken geradelt. Zukünftig sind bei den Radtouren wegen der Übersichtlichkeit nur noch 15 Teilnehmer zugelassen.

Otto Imgrund stellte die Arbeit der Naturschutzgruppe vor. Elf Aktionen, unter anderem die Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Naturschutz Markgräflerland, dem NABU, dem Truz und verschiedene Treffen sowie der Besuch von Informationsveranstaltungen über Umwelt-Bildungsthemen, gehörten zu den Aufgaben.

Als Wegewart berichtete Imgrund von Kontrollen und Reparaturarbeiten am bestehenden Wegenetz. Insgesamt wurden von den engagierten Helfern 55 Stunden aufgebracht, um die laufenden Projekte zu betreuen.

Für die Nordumfahrung in Haltingen fehlten allerdings noch die anzubringenden Schilder.

Dankesworte

Ein Dankeschön galt dem Kalkwerk Istein, das bei der Aufstellung der neuen Sitzbank am Huttinger Kreuz behilflich war – die alte war gestohlen worden. Der Bergwacht Istein wurde für die Unterstützung bei der Betreuung des Wiiwegli gedankt.

Finanzen

Peter Lange stellte die Kasse vor, die ein kleines Minus verzeichnet. Die Kassenprüfer schlugen die Entlastung vor, die gewährt wurde. Erfreulicherweise konnten neue Mitglieder gewonnen werden, was jedoch nichts am Durchschnittsalter von fast 70 Jahren ändere.

Einstimmig zugestimmt wurde der notwendig gewordenen Satzungsänderung, die vor allem Begrifflichkeiten betraf. Neu ist auch, dass Mitglieder des Schwarzwaldvereins Weil am Rhein zukünftig bei allen anderen dem Hauptverein angeschlossenen Vereinen an den Veranstaltungen teilnehmen können.

Wahlen

Einstimmig wurde der Vorstand mit Rosemarie Lange an der Spitze wieder gewählt. Roland Christ bleibt zweiter Vorsitzender und zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, ebenfalls Peter Lange Kasse, Iris Beierer Koordination Werktagswanderer, Otto Imgrund Wegewart und Naturschutzwart. Als Beiräte wieder gewählt wurden Antonia Duttenhöfer und Hans Görres.

Der langjährige Vorsitzende Hermann Künzig wurde für ein Jahr als Protokollführer bestätigt. Für Hansjörg Aleth, den bisherigen Wanderwart, konnte kein Nachfolger gefunden werden. Diese Arbeit werden zukünftig Rosemarie Lange und Roland Christ im Team kommissarisch übernehmen, bis ein Nachfolger gefunden ist. Kassenprüfer wurden Sabrina Blum und Renate Haude.

Ehrungen

Vier verdiente Mitglieder des Schwarzwaldvereins wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt: darunter der langjährige Wanderwart Hansjörg Aleth, der dem Verein seit 69 Jahren die Treue hält. Ganze drei Deutsche Mark habe der Jahresbeitrag damals betragen, erinnerte er sich.

Antonia Duttenhöfer ist seit 1993 Beirätin im Vorstand. Viele Ehrenzeichen hat sie in den 45 Jahren ihrer Zugehörigkeit erhalten. Es hieß, sie zeichne sich durch ganz besondere Hilfsbereitschaft aus.

Auf 50 Jahre beim Schwarzwaldverein blickt das neue Ehrenmitglied Fritz Walter zurück, der ebenfalls als Beirat aktiv war.

Rosmarie Stöcker, die sich in der Jugendarbeit und der Seniorenbetreuung engagierte, konnte nicht anwesend sein. Sie ist seit 58 Jahren mit dem Schwarzwaldverein verbunden.

Für langjährige Zugehörigkeit und Treue wurden acht anwesende Mitglieder mit einer Urkunde und einem Präsent bedacht: für 50 Jahre Erich Bollschweiler, Monika Kliffken, Fritz Walter, Hans­peter Walter und Ursula Walter; für 40 Jahre Andrea Sailer; für 25 Jahre Veronika Glomann und Gisela Obermeier.

Die Ehrungen für 40 Jahre Mitgliedschaft für Helmut und Annemarie Sieglin, Hans-Dieter Ritter und Margot Jenne sowie für 25 Jahre Mitgliedschaft für Therese Lohwasser und Hanna Baldermann werden zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

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