Weil am Rhein „Ich habe immer gesagt, dass ich eines Tages zurückkomme“

Dirigent Kai Trimpins Proben mit der Stadtmusik haben begonnen. Foto: Weiler Zeitung

Weil am Rhein - Vor rund zwei Monaten hat Kai Trimpin die musikalische Leitung der Weiler Stadtmusik übernommen. Der 37-jährige Vollblutmusiker, der mit dem Dirigat zu seinen Wurzeln zurückkehrt, setzte sich gegen 14 Mitbewerber durch. Im Gespräch mit Saskia Scherer erzählt er von einem gelungenen Start und seinen Plänen für die Zukunft des Orchesters.

Seit einigen Wochen sind Sie Dirigent der Weiler Stadtmusik – wie läuft es denn?

Vier Proben habe ich bis jetzt geleitet. Es gibt viel zu tun, aber die Energie ist positiv. Das Orchester ist gut besetzt, stets gut vorbereitet und hat Spaß – und so geht es mir auch. Wir hatten auf jeden Fall einen guten Start. Für mich war zunächst wichtig, mir einen Überblick über das Repertoire zu verschaffen und die einzelnen Musiker besser kennenzulernen, und sie wiederum meine Arbeitsweise. Und da haben wir eine gute Übereinstimmung.

Wie kam es, dass Sie sich für das Dirigat beworben haben?

Ich bin mit der Stadtmusik groß geworden und habe dort sogar meinen Dirigenten-Schein gemacht. Dem Verein habe ich viel zu verdanken und auch immer gesagt, dass ich eines Tages zurückkomme. Ich bin froh, dass das geklappt hat.

Was reizt Sie an der neuen Aufgabe?

Mit einem großen Blasorchester ist man variabel. Wir sind fähig, im Prinzip jedes Genre abzudecken – von der Klassik, traditionellen Volksmusik, über die Unterhaltungsmusik bis in Richtung Jazz und Rock. Ich würde gerne so manches Projekt starten, kann mir besondere Auftrittsorte und Konzertreisen vorstellen. Es ist toll, einen lebendigen Verein zu haben, der viel Freude an der Musik hat.

Was haben Sie mit den Musikern vor?

Ich will mich auf jeden Fall nicht auf „die eine“ Stilrichtung beschränken. Bei einer guten Bandbreite an Genres lernt man auch generell viel dazu. Das ist auch für die Jungmusiker von Vorteil – da ist es egal, ob man Hobbymusiker wird, oder später einmal professionell Musik machen will. Und für die Zuhörer ist es natürlich auch schöner.

Was steht dieses Jahr an Auftritten an?

Unser nächstes großes Ziel ist das Bläserfestival im Juni, das traditionell von der Stadtmusik eröffnet wird. Das wird dann das erste große Konzert mit mir als Dirigent sein. Wir werden teilweise ein neues Programm präsentieren, auch Solisten sind dabei. Das Publikum darf sich außerdem auf zwei Überraschungen freuen. Im Sommer werde ich mich dann auf die Jahresfeier vorbereiten, im September beginnen wir mit den Proben dafür. Ansonsten stehen kleinere Anlässe wie ein Platzkonzert, eine öffentliche Probe oder ein Auftritt in Binzen an. Nächstes Jahr wollen wir vielleicht wieder ein Frühjahrskonzert auf die Beine stellen. Und dann gibt es hoffentlich bald die erste Konzertreise.

Daneben leiten Sie ja noch andere Formationen – wie bringt man das alles unter einen Hut?

Ich mache das ja jetzt schon ein paar Jahre und habe somit einiges an Erfahrung. Nur Musikvereine zu leiten wäre nicht zu schaffen, weil die Auftritte auch oft an den gleichen Tagen sind. Aber ich dirigiere ja eine Bigband und einen Chor – das reibt sich nicht, sondern ergänzt sich im Gegenteil sehr gut. Hier muss ich ein dickes Dankeschön an den Haltinger Männerchor aussprechen. Die Sänger haben den Probetermin extra von Donnerstag auf Dienstag verschoben, sonst wäre das nicht umsetzbar gewesen. Ich weiß, es sind ältere Herren, aber verdammt cool drauf! Ich will aber auch dem Musikverein Haltingen danken, dort hatte ich eine tolle Zeit und durfte als Dirigent wohl die meiste Erfahrung sammeln. Ich freue mich auf eine Zusammenarbeit der Vereine neben „Rock am Rhy“.

Apropos „Rock am Rhy“: Auch das Festival organisieren Sie – steht schon fest, ob es dieses Jahr wieder stattfindet?

Dieses Jahr pausieren wir – aber nicht wegen der Stadtmusik. Die Organisation ist zwar schon eine Zeitfrage, aber vor allem will ich das Finanzmanagement neu sortieren und mir dafür Zeit nehmen.

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