Weil am Rhein In ausgezeichneter Verfassung

Die Zollkapelle Freiburg feierte ihre 50-jähriges Bestehen. Foto: Norbert Sedlak Foto: Weiler Zeitung

Mit einem begeisternden Jubiläumskonzert mit vielen musikalischen Höhepunkten hat die Zollkapelle Freiburg am Wochenende in Märkt ihr 50-jähriges Bestehen gefeiert.

Weil am Rhein-Märkt (nos). In ausgezeichneter Verfassung präsentierten sie zusammen mit der Zollmusik Basel ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Programm, das ein breites Spektrum an Stilrichtungen von Marsch über Polka bis hin zu Swing und Jazz bot.

„Es ist ein herrlicher Anblick in eine vollbesetzte Alt-rheinhalle zu blicken“, erklärte Volker Künzle, Leiter des Hauptzollamtes Lörrach, in seiner Begrüßung – ­und hieß zahlreiche Gäste, darunter auch OB Wolfgang Dietz mit Gattin Christine, Fritz Lanz, Präsident der Zollmusik Basel, sowie den Stammgast mit dem weitesten Anfahrtsweg, Jörg Birkemeyer, Leiter des Hauptzollamtes Darmstadt, und zahlreiche Führungskräfte und Mitarbeiter von verschiedenen Zolldienststellen willkommen.

„Mit unserem traditionellen Jahreskonzert feiern wir heute ein besonderes Ereignis – den 50. Geburtstag unserer Zollkapelle“, sagte Künzle. Zu diesem war auch die Zollmusik Basel eingeladen. „Die Zollkapelle Freiburg ist ein anerkannter Sympathieträger der Zollverwaltung und ein erfolgreiches Instrument der Öffentlichkeitsarbeit.“

Die Zollmusik Basel eröffnete stimmungsvoll mit dem „Instant Concert“ von Harald Wolters den Abend. Mit einer grandiosen Klangfülle überzeugten die Basler Zollmusiker unter Leitung von David Weber. Verdient war der Applaus für „A Musical Fantasy“, das gleichzeitig an eine spritzige Ouvertüre, ein fröhliches Allegro, eine romantische Popballade und geniale Jazzmusik erinnerte. Bei „Petit Fleur“, das Chris Barber zum Weltruhm brachte, erweckten insbesondere die Klarinetten das „kleine Blümchen“ zum Leben. Die Harmonie zwischen Orchester und Dirigent war beim technisch anspruchsvollen und mitreißenden Stück „Crazy Music in the Air“ zu spüren.

Mit der Hommage an die Filmdiva Marlene Dietrich und ihren „unvergessen Hits wie „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, „Ich bin die fesche Lola“ oder „Sag mir, wo die Blumen sind“ zogen die Basler das Publikum endgültig in ihren Bann.

Mit „Hemmige“ von Mani Matter wurde der Schweizer Teil eingeläutet. Ein akustisches Erlebnis war dabei der Textvortrag auf Berner Dytsch. Alpenländisches Flair wehte mit „Terra Ticinese“ und „Der Grenzwächter“ durch die Halle. Mit reichlich Beifall erklatschte sich das Publikum ein Potpourri aus bekannten Schweizer Liedern, die mit Alphornklängen bereichert wurden.

Präsident Fritz Lanz gratulierte der Zollkapelle zu ihrem Jubiläum und überreichte Geschäftsführerin Caroline Hippach ein Geschenk.

Mit dem feurigen „Amparito Roca“ – was so viel wie „geschützte Klippe“ bedeutet –, einem schnellen spanischen Marsch, eröffnete die Zollkapelle Freiburg unter der Stabführung von Otto Hildebrand den zweiten Teil des Abends. Mit der wunderschönen Konzertouvertüre „Where eagles soar“ von Stephen Reineke entführte das Orchester das Publikum in den US-Bundesstaat Maine. Und wenn man die Augen schließe, könne man sogar den stolzen Flug eines Adlers sehen, erklärte Frank Schweizer, der ebenso sachkundig wie humorvoll die Vorträge moderierte.

Einer der Höhepunkte des Abends war sicherlich das anspruchsvolle Stück „Hindenburg“ des Komponisten Michael Geisler. Die Inszenierung der tragischen Reise des einst weltgrößten Luftschiffs von Deutschland in die USA verlangt musikalisches, stimmliches und spielerisches Geschick. Die Musiker riefen laut „Feuer“, spielten einen dramatischen Trauermarsch und ließen alles mit optimistischen Klängen enden. Auch in der klassischen Blasmusik sind die Zöllner zu Hause, mit der beschwingten Polka „Ein halbes Jahrhundert“ verführten sie das Publikum zum Mitklatschen.

Mit dem Nummer-1-Hit aus dem Jahr 1973 „Bad Bad Leroy Brown“, den sie ganz im Big-Band-Sound vortrugen, wollte sich die Zollkapelle verabschieden, das Publikum erklatschte sich mit „Sugar Blues“ und dem glänzend aufgelegten Solisten Andreas Bauer sowie mit „Sway“ zwei Zugaben.

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