Weil am Rhein „In der Wärmestube wird großartige Hilfe geleistet“

Beim Informationsbesuch der SPD in der Weiler Wärmestube (v.l.): Johannes Foege, Stefan Heinz (AGJ) Oliver Killmann (AGJ), Renate Strobel und Wolfgang Knopf                                             Foto: Stefan Reinelt Foto: Weiler Zeitung

Weil am Rhein. Mitglieder des Weiler SPD-Vorstands haben die Wärmestube in Friedlingen besucht, die unter der gemeinsamen Trägerschaft des Vereins „Hilfe für Wohnsitzlose“ und der AGJ-Wohnungslosenhilfe (AGJ-Fachverband für Prävention und Rehabilitation in der Erzdiözese Freiburg e.V.) im Kreis Lörrach betrieben wird.

Oliver Killmann, der als Sozialarbeiter vor Ort tätig ist, und Stefan Heinz, Leiter der AGJ-Wohnungslosenhilfe, informierten die Besucher über das Hilfsangebot der Wärmestube. Ein wichtiger Bestandteil davon sei natürlich die praktische Hilfe, wie Essensausgabe, Aufenthaltsräume und Kleiderkammer, erläuterte Killmann. Von großer Bedeutung sei aber auch die vom Landkreis und der Stadt Weil am Rhein finanzierte fachliche Beratung vor Ort, die sowohl Obdachlosen als auch Menschen bei drohender Obdachlosigkeit unterstützt. Die Gründe für Wohnungsverlust seien vielseitig, führte Heinz aus, neben Menschen, die ihren Job verloren haben und so in Mietrückstand geraten, seien auch häufig Familien oder Rentner von Armut betroffen.

Seit 2014 ist auch die Fachstelle Wohnungssicherung in den Räumen der Wärmestube angesiedelt. Sozialarbeiterin Sylvia Ziegler berät immer am Mittwochnachmittag Weiler Bürgerinnen und Bürger bei drohender Obdachlosigkeit.

Foege: Verstärkt finanzierbaren Wohnraum schaffen

Intensiv diskutiert wurde die Frage, durch welche Maßnahmen die öffentliche Hand dieser Problematik begegnen kann. „Es steht außer Frage, dass unsere Gemeinde hier in der Pflicht steht“, betonte SPD-Gemeinderat Johannes Foege. Durch die städtische Wohnungsbaugesellschaft WoGe habe man ein geeignetes Instrument, um mehr Wohnraum für Menschen mit geringen Einkommen bereitstellen zu können. „Hier brauchen wir aber endlich die lange geforderte Erhöhung des Eigenkapitals, um effektiv etwas bewegen zu können“, so Foege weiter. Aber auch die Privatwirtschaft müsse ihren Teil beitragen, um den Wohnungsmarkt zu entspannen, sowohl durch Schaffung von finanzierbaren Wohnraum, aber auch die Vermeidung von Wohnungsleerstand. Auch sei es sinnvoll, die Zahl der Ferienwohnungen nicht unbeschränkt wachsen zu lassen. Dies würde insbesondere im Bereich der Ein- und Zwei-Zimmerwohnungen die Situation zusätzlich verschärfen, ergänzte SPD-Vorstandsmitglied Stefan Reinelt.

Für die Arbeit der Wärmestube sicherte der SPD-Vorstand weiterhin seine Unterstützung zu. „Hier wird großartige Hilfe geleistet“, betonte Renate Strobel, stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins, „und wir möchten dazu beitragen, dass dies auch in den kommenden Jahren möglich ist“. Insbesondere werde man sich dafür einsetzten, dass die Einrichtung an ihrem derzeitigen Standort erhalten bleibt und der derzeitige Pachtvertrag der Stadt für die unentgeltliche Nutzung der Liegenschaft verlängert wird.

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