Weil am Rhein - Die Welt, in der wir heute leben, kann bei all den Möglichkeiten manchmal ganz schön anstrengend sein. Neben den eigenen Wünschen gibt es viele Erwartungen von Eltern, Lehrern, Kollegen bei der Arbeit oder Freunden. Sich dazu noch über die komplizierte Welt der Politik zu informieren, um sich eine Meinung zu bilden und sich auch mal einzumischen – da steigen viele schnell aus. Dabei ist gerade die Sichtweise von Jugendlichen für die Entwicklung einer Stadt wichtig. Um ihre Perspektive dabei zu haben, gibt es auch in Weil am Rhein das Jugendparlament (JuPa).

Das JuPa hat eigene Themen und Projekte, je nachdem was die Mitglieder sich selbst auf die Agenda setzen. Es gibt sogar einen eigenen Etat mit Geld, über den sie entscheiden. In der Vergangenheit wurden beispielsweise der „Nachtsport“ initiiert oder die „Treff- und Infobox“ im Rheinpark.

Genauso wichtig aber ist ihre Meinung zu großen Themen der Stadtpolitik, die dem Gemeinderat bei seinen Entscheidungen helfen kann. So etwa bei der Planung für die Rheinpark-Erweiterung in Friedlingen, wo Vertreter des JuPa zur Planungskommission gehörten.

Übrigens haben die JuPa-Vertreter nach dem Prinzip „Jugend trifft Politik“ Rederecht im Gemeinderat, während umgekehrt auch jede Fraktion jemanden zu den öffentlichen Sitzungen der Jugendlichen schickt.

Das Weiler JuPa gibt es schon seit 25 Jahren. Es hat 18 Sitze und wird alle zwei Jahre gewählt. Die nächste Wahl steht am 28. und 29. Januar an. Jeder, der zwischen 14 und 20 Jahre alt ist, in Weil wohnt, hier zur Schule geht oder eine Ausbildung macht, kann sich als Kandidat bis zum 21. Januar aufstellen lassen. Bevor es danach richtig losgeht, wird an einem Einführungswochenende alles ausführlich erklärt. Wer kandidieren will, kann unter www.weil-am-rhein.de/jupa alle Infos zum JuPa und das Bewerbungsformular erhalten.