Weil am Rhein Jeder vierte Weiler wählt Grün

Urne geöffnet im Weiler Rathaus. Foto: Fraune

Weil am Rhein - Historischer Spitzenplatz: Die Grünen haben heute bei der Eurowahl jede vierte Stimme in Weil am Rhein geholt. Mit 25,3 Prozent lag die Partei noch vor der CDU, die 23,7 Prozent errang. Einen Absturz erlebten die Sozialdemokraten.

11,8 Prozent büßte  die SPD bei der Europawahl im Vergleich zum Urnengang 2014 ein, womit nur noch 16,4 Prozent zu Buche stehen. „Es ist ernüchternd und enttäuschend“, meinte die heimische SPD-Vorsitzende Brigitte Pantze.

Wähler von den bisherigen Volksparteien konnten die Grünen für sich begeistern.  Ein Plus von 11,4 Prozent ist gleichbedeutend mit einer nahezu Verdoppelung des 2014er-Ergebnisses. „Wir haben jahrelang gute Arbeit gemacht, das wird goutiert“, freute sich der Weiler Grünen-Chef Thomas Bayer.

CDU: „Unsere Standpunkte sind immer grün und nachhaltig“

Die CDU, die 2014 mit knapp 30,3 Prozent noch knapp vor der SPD landete, konnte diesen Abstand zwar vergrößern, doch musste angesichts von minus 6,6 Prozent den Grünen den Platz an  der Sonne überlassen. „Unsere Standpunkte sind immer grün und nachhaltig“, ärgerte sich CDU-Vorsitzender Günther Dußmann, dass dies von den Wähler nicht wahrgenommen worden sei.

Viertstärkste Partei war die AfD, die  10,8 Prozent in Weil am Rhein holte, also plus 2,1 Prozent gegenüber 2014, als die „Alternative“ erstmals in Weil am Rhein bei der Europawahl auf dem Stimmzettel stand. Bei der Gemeinderatswahl, die in Weil am Rhein erst am morgigen Montag ausgezählt wird, war die AfD nicht angetreten.

Die 2014 bei der Europawahl noch um 9,5 Prozent abgestürzte FDP konnte bei der gestrigen Europawahl ein  Plus von 2,2 Prozent für sich verbuchen. Als „ein solides Ergebnis“ bewertete der Weiler FDP-Vorsitzende Simon Basler die 6,7 Prozent.

„Die Linke“ legte leicht um plus 0,3 auf insgesamt 4,1 Prozent zu. Auch diese Partei trat bei der Gemeinderatswahl nicht an.

Nachdem um 19.35 Uhr alle 32 Wahlbezirke ausgezählt waren, stand mit 53,8 Prozent eine deutlich höhere Wahlbeteiligung fest. Das Plus von 12,6 Prozent stellte OB Wolfgang Dietz aber nicht zufrieden. „Die ist mir immer noch zu gering.“ Das Plus sei noch steigerungsfähig. „Demokratie, Meinungsfreiheit und Wohlstand sind nicht selbstverständlich.“ Das starke Abschneiden der Grünen spiegele das Bundesergebnis wider. Erstaunlich sei, dass die CDU so deutlich vor der SPD liege.

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