Weil am Rhein Kein Dorfladen für Ötlingen

In Ötlingen wird es vorerst keinen „Dorfladen Plus“ geben. Foto: Saskia Scherer

Einen „Dorfladen Plus“ wird es in Ötlingen vorerst nicht geben. Das ist die Konsequenz, welche die Ideengeber aus einer Befragung der Bürger ziehen. Der Nahversorger-Laden mit erweiterten Servicedienstleistungen kam als Projektvorstoß aber bei den Befragten gut an.

Von Marco Fraune

Weil am Rhein. Insgesamt 201 Fragebögen sind nach dem Zufallsprinzip im Dorf verteilt worden, wobei rund jeder dritte (68 Bögen) auch ausgefüllt und zurückgegeben wurde. Die Idee eines Ötlinger „Dorfladens Plus“ fanden vier von fünf Bürgern (81 Prozent) sehr gut oder gut. 70 Prozent der Befragten gaben auch an, dass sie regelmäßig hier einkaufen würden. Auf jeden Fall sollten Produkte von lokalen Erzeugern, Obst/Gemüse, Backwaren und Molkereiprodukte enthalten sein, hieß es.

Als „Plus“ (Servicedienstleistungen) wünschen sich die Befragten eine Organisation von Nachbarschaftshilfe, Mitfahrgelegenheiten und Paketannahmestelle, fassen die Initiatoren Susanne Möllers und Bernd Steinrücken die Ergebnisse zusammen. Ergänzend dazu: 44 Prozent der Befragten würden die angebotenen Services regelmäßig, 35 Prozent eher selten in Anspruch nehmen.

Mitwirkung ist Knackpunkt

Doch wenn es an das Mitwirken im „Dorfladen Plus“ geht, wird die Barriere für einen Aufbau deutlich. Jeder fünfte der Befragten (21 Prozent, also 13 Personen) würden im Dorfladen mitarbeiten, 38 Prozent würden die Idee passiv unterstützen (beispielsweise als Vereinsmitglied), 35 Prozent können sich keine Mitarbeit vorstellen. Aber nur zwei Personen würden die Idee durch aktive Mitarbeit in Organisation/Gremien unterstützen.

Laden „unwahrscheinlich“

So freuen sich die Initiatoren zwar, dass die Idee generell gut angenommen wurde, doch es seien auch einige Bedenken über die Machbarkeit des Dorfladens geäußert worden, zum einen aus Erfahrungen in der Vergangenheit und zum anderen im Hinblick auf die schon sehr gute Versorgung in der Umgebung des Dorfes.

„Mit der Befragung zeigte sich, dass die Einrichtung eines gemeinschaftlich getragenen Ladens unwahrscheinlich ist“, heißt es daher von Seiten der Initiatoren. Dabei war dies das Herzstück des ursprünglichen Plans der Initiatoren, die sich einen Dorfladen „Plus“, getragen vom Dorf für das Dorf, vorgestellt hatten. „Ein Laden mit regelmäßigen Öffnungszeiten bedeutet einen großen Einsatz an Zeit und Geld, der von den Initiatoren alleine nicht geleistet werden kann.“

„Ötlingen Plus“ möglich?

Ganz aufgeben wollen sie die Idee des „Plus“ aber nicht. „Vielleicht können wir ein ,Ötlingen Plus’ anregen. Ideen aus der Dorfgemeinschaft zu Aktionen, Veranstaltungen und Initiativen könnten zentral kommuniziert und gemeinsam durchgeführt werden.

 Für Vorschläge stehen Susanne Möllers und Bernd Steinrücken per E-Mail (susanne.moellers@t-online.de, berndstein@gmx.de) zur Verfügung.

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