Weil am Rhein Keine Fasnacht wie sonst auf den Weiler Straßen

Weiler Zeitung
 Foto: Marco Fraune

Die Interessengemeinschaft (IG) Weiler Straßenfasnacht hat sich nach sorgfältigem Abwägen und unter Berücksichtigung der aktuellen Fakten entschieden, sämtliche Anlässe, die die IG traditionell organisiert, in der Fasnachtssaison 2022 nicht wie üblich stattfinden zu lassen. Die Narren sind sich aber auch einig, dass es Veranstaltungen geben soll und wird, heißt es in einer Pressemitteilung.

Weil am Rhein. Diese Entscheidungen wurden einstimmig unter allen 20 der IG angeschlossenen Cliquen und Musiken getroffen. Ein grobes Fasnachtskonzept wurde vorgestellt, erörtert und genehmigt, heißt es.

Nicht wie üblich möglich sind für die Verantwortlichen das Narrenbaumsetzen in Alt-Weil, die Hemliglunkiumzüge in Weil und Haltingen, die Kinderfasnacht, das Narrenfest am Lindenplatz, das Guggemonsterkonzert auf dem Rathausplatz, der große Buurefasnachtsumzug sowie das Fasnachtsfeuer auf der Tüllinger Höhe.

Denn derzeit sei für die Buurefasnacht 2022 (Sonntag, 6. März) nicht abzusehen, ob und in welchem Umfang Verordnungen beziehungsweise Auflagen bestehen werden. Die IG hat im Rahmen ihrer Cliquenführersitzung nach der Generalversammlung (wir berichteten) alle ihre Veranstaltungen auf die Durchführbarkeit nach dem derzeitigen Stand (Basisstufe) hin überprüft.

Zu hohe Auflagen

Derzeit gültige Auflagen sind bei allen Veranstaltungen unter anderem die Datenerhebung und die Kontrolle der „3G“ aller Teilnehmer und Besucher. „Für den Buurefasnachtsumzug würde dies eine komplette Absperrung der Umzugsstrecke mit Gittern inklusive Sichtschutz sowie Zugangskontrollen mit Datenerhebung und 3G-Kontrolle bedeuten. Hier hilft auch das hochgelobte 2G-Optionsmodell nicht weiter“, erläutert die IG. Ein Überqueren der eingezäunten Umzugsstrecke wäre somit nicht möglich und eventuelle Zaungäste, welche die 3G-Regel nicht einhalten können oder wollen, seien noch gar nicht berücksichtigt.

Was ergibt Sinn?

Dies betreffe auch die anderen Veranstaltungen. „Bei der Überprüfung jeder einzelnen Veranstaltung haben die Vorstandschaft und die 20 Cliquen absichtlich den erhöhten personellen und finanziellen Aufwand außer Acht gelassen. Die Frage war nur, ist es möglich und macht es Sinn“, heißt es weiter.

In das eingangs erwähnte Konzept könnten auch bei Bedarf die Schnitzelbanksänger sowie die Zunftabende der Narrenzunft Wiler Zipfel mit einfließen, denn derzeit wartet die Narrenzunft noch auf die Freigabe der Jahnhalle für 2022. „Sobald das Konzept mit Leben gefüllt ist und alle notwendigen Daten vorliegen, werden wir es selbstverständlich vorstellen.“ Derzeit liefen die Vorbereitungen trotzdem noch bis etwa 15. November „zweigleisig“, um auf Änderungen/Anpassungen der Politik reagieren zu können.

Die Interessengemeinschaft hat entschieden, die Fasnachtsplakette 2022 nur in einer limitierten Auflage in Kupfer (fünf Euro), Gold (15,50 Euro) sowie die Gönnerplakette Tricolor (44 Euro) anfertigen zu lassen. Die Gönnerplakette kann bis zum 15. November bei Kassierer Frank Schmohl unter Tel. 07621/797162 oder per E-Mail an 1.Kassierer@ig-ws.de bestellt werden. Erhältlich sind die Plaketten dann ab dem 6. Januar Die Plakette wird am 11.11 vorgestellt.

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