Weil am Rhein Kinder gestalten Kinderrechte bunt

Rund 80 Kindergartenkinder haben anlässlich des 30-jährigen Bestehens des Welttags der Kinderrechte eine bunte Ausstellung gestaltet, die nun im Rathaus zu sehen ist. Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Rund 80 Jungen und Mädchen der Kindergärten Markgräfler Straße und Ötlingen, der Kita Hebelplatz und des „Haus der Kleinen Stühle“ haben zum 30-jährigen Bestehen des Welttags der Kinderrechte „Leben in das Rathaus“ gebracht, über das sich Oberbürgermeister Dietz sehr freute. Die Kinder haben sich auf gestalterische Weise mit den Rechten für Kinder in aller Welt befasst, die nun in einer bunten Ausstellung im Foyer des Rathauses bewundert werden können.

Weil am Rhein. Das Deutsche Kinderhilfswerk hatte anlässlich des 30-jährigen Bestehens bundesweit zu einer Kampagne für die Stärkung der Kinderrechte aufgerufen. Für Weil am Rhein als „Kinderfreundliche Kommune“, die seit Kurzem nun auch zum zweiten Mal von Unicef Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk das Siegel für ihr Engagement erhalten hat, sei die Teilnahme am Aktionstag eine Selbstverständlichkeit, heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung des Kinderhilfswerks und der Stadt.

Bunte Ausstellung

Seit einigen Wochen schon befassen sich die städtischen Kindergärten auf verschiedene Weise mit dem Thema „Kinderrechte“. Die Ergebnisse ihrer Arbeiten haben sie in einer Ausstellung dokumentiert, die sie am gestrigen Jubiläumstag gemeinsam mit dem Oberbürgermeister im Rathaus eröffnet haben. Der OB betont: „Für mich ist die Arbeit für eine kinderfreundliche Kommune im Wesenskern eine Frage der inneren Einstellung unserer Gesellschaft zu ihrer Zukunft. Es ist die Frage danach, wie unsere Welt gestaltet sein soll, in der wir mit Groß und Klein gemeinschaftlich leben.“

Im Blickpunkt der Kampagne stehen Kinder, Jugendliche und ihre Eltern sowie Fachkräfte an Schulen, in Kitas und in der Jugendarbeit. Besonderes Ziel der Kampagne ist es, allen Kindern und Jugendlichen in Weil die Kinderrechte bekannt zu machen sowie alle Mitarbeiter in pädagogischen Arbeitsfeldern dazu einzuladen, gemeinsam mit der jungen Generation die Kinderrechte zu thematisieren und Projekte für ihre Stärkung zu entwickeln. Die Kampagne will zudem das Bewusstsein für Kinderrechte in der Öffentlichkeit stärken und für die Aufnahme von Kinderrechten im Grundgesetz beworben werden. Sie endet mit dem Weltspieltag am 28. Mai 2020.

Kinderrechte verankern

„Wer verantwortlich handeln und dabei vor den zukünftigen Generationen bestehen will, muss die Interessen und Rechte von Kindern und Jugendlichen als einen ‚vorrangigen Gesichtspunkt’ für politisches Handeln in den Blick nehmen“, meint Thomas Krüger, Präsident des Deutschen Kinderhilfswerks. Dazu sollten aus Sicht des Kinderhilfswerks vor allem Kinderrechte im Grundgesetz verankert, eine aktive Politik zur Überwindung der Kinderarmut auf den Weg gebracht sowie eine deutliche Stärkung des Bildungssektors in Angriff genommen werden, meint er.

„Auch wenn es seit der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention vor 30 Jahren eine Reihe von Verbesserungen gegeben hat, müssen wir der deutschen Gesellschaft in der Gesamtschau eine anhaltende Ausblendung und Verdrängung von Kinderinteressen attestieren.“ Gerade die Politik habe entscheidenden Anteil und Verantwortung für die Gestaltung und finanzielle Absicherung einer kinderfreundlichen und damit zukunftsfähigen Gesellschaft, die auf eine Stärkung nachwachsender Generationen angewiesen sei.

Neben Weil am Rhein engagieren sich noch zahlreiche weitere Kommunen gemeinsam mit dem Deutschen Kinderhilfswerk zum 30-jährigen Bestehen der UN-Kinderrechtskonvention.

  Die Ausstellung im Weiler Rathaus ist noch bis zum Nikolaustag am 6. Dezember zu sehen.

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