Das Leiden der Menschen in Kiew, das durch die Katastrophe in Tschernobyl verursacht wurde, lässt niemanden kalt. Thomas Harms vom Verein Kinderhilfswerk Kiew (KiHef) und seine Mitstreiter setzen sich seit Jahrzehnten unermüdlich dafür ein, die Not der betroffenen Menschen zu lindern.

Weil am Rhein (sc). Eben erst von einer Reise zurück, auf der Hilfsgüter in die dortige Klinik gebracht wurden, schildert Harms erschüttert: „Die aktuelle Lage ist katas-trophal.“ Steigende Preise verschärfen die schon angespannte Situation in allen Bereichen. Hinzu kommt, dass in der Klinik, die staatlichen Zuschüsse weiter gekürzt wurden. Die Folge: Personal musste entlassen werden.

Diejenigen, die noch in Arbeit sind, müssen mit Lohnkürzungen leben oder aber sie erhalten für geleistete Arbeit kein Entgelt. Auch kommen täglich neue Patienten aus den Kriegsgebieten der Ukraine in die Klinik, deren Versorgung zusätzlich anfällt, ohne, dass die entsprechenden Kosten durch das Gesundheitsministerium getragen werden. Die Leidtragenden sind die Kinder.

Harms brachte Süßigkeiten und Geschenke für die Kleinen mit. Kinder, vom Säuglingsalter an, müssen teilweise isoliert auf der Quarantänestation leben, da ihr Organismus so geschädigt beziehungsweise geschwächt ist, dass jede Infektion tödlich sein kann.

Groß war daher die Freude über die Abwechslung und die Aufmerksamkeit für die kleinen Patienten. Dass dies gelungen ist, dafür hat der Wanderclub Weil am Rhein mit seinem Beitrag gesorgt. Und Harms hatte, Dank weiterer großzügiger Spender, 10 000 Euro sowie Medikamente, die von einer Basler Apotheke gespendet worden waren, im Gepäck. Mit diesem Geld konnten dringend benötigte Medikamente beschafft werden. Zudem können durch die Spende Laborgeräte in Funktion gehalten werden, die zur genauen Diagnose und Therapie überlebenswichtig sind.

„Jede Hilfe, und sei sie noch so klein, ist willkommen“, sagte Harms. Nun wird ein weiteres Gerät benötigt, mit dem die Blutproben auf eine Vielzahl von Infekten und Krankheiten untersucht werden können. Auch benötigen die Experten dringend Ersatz für eine 30 Jahre alte Zentrifuge. Damit diese Dinge zeitnah realisiert werden können, bedarf es eines Betrages in Höhe von 8000 Euro.

Als nächstes Projekt, das dazu beitragen soll, Spenden zu generieren, wird die Zollkapelle am 9. April ein Benefizkonzert in der Altweiler Kirche veranstalten. Thomas Harms hofft sehr, dass viele Besucher kommen und auf diesem Weg ein größerer Betrag zusammenkommt.

n Wer die Arbeit von KiHef unterstützen möchte, der kann seine Spende auf das Konto der Sparkasse Markgräflerland, Kto.Nr. 8131112, BLZ 68351865, oder bei der Volksbank Lörrach, Kto.Nr. 380555, BLZ 68390000, überweisen.