Weil am Rhein Klassische Musik erklingt in der Kirche

Der Markgräfler Musikherbst musste im vergangenen Jahr bedingt durch die Pandemie eine Zwangspause einlegen. Daher ist nun das Team um den Künstlerischen Leiter Guido Heinke umso entschlossener, diese beim Publikum beliebte Reihe klassischer Musik fortzuführen. Nach Müllheim, Staufen, Bad Krozingen und Sulzburg holt das städtische Kulturamt den Konzertzyklus am 30. September nach Weil am Rhein.

Weil am Rhein. In der evangelischen Kirche in Alt-Weil stehen dann ab 20 Uhr Dvoráks „Amerikanisches Streichquartett“, von Johannes Brahms der zweite Satz aus dem Quartett op. 51 Nr. 1 und Schuberts Streichquintett in C-Dur auf dem Programm.

Zum wiederholten Mal konnte das international renommierte Minguet Quartett als Artist in Residence für den Markgräfler Musikherbst gewonnen werden. Dieses Ensemble bestreitet zusammen mit der jungen Cellistin Isabel Gehweiler den Auftritt in Weil.

Das Minguet Quartett – gegründet im Jahr 1988 – zählt heute laut Ankündigung zu den international gefragtesten Streichquartetten und gastiert in den großen Konzertsälen der Welt mit seinen leidenschaftlichen wie intelligenten Interpretationen. Namenspatron ist Pablo Minguet, ein spanischer Philosoph des 18. Jahrhunderts, der sich in seinen Schriften darum bemühte, dem breiten Volk Zugang zu den Schönen Künsten zu verschaffen. Das Minguet Quartett fühlt sich dieser Idee mehr denn je verpflichtet, heißt es.

Ulrich Isfort (erste Violine), Annette Reisinger (zweite Violine), Aida-Carmen Soanea (Viola) und Matthias Diener (Violoncello) sind den Sommer über bei bekannten Festivals wie dem Rheingau-Musik-Festival oder den Salzburger Festspielen aufgetreten. Auch eine CD-Produktion beim Deutschlandfunk in Köln stand im Juni auf dem Programm. Zusammen mit der Cellistin Gehweiler wollen sie in Weil am Rhein ihr Können unter Beweis stellen.

Zahlreiche Preise

Isabel Gehweiler wiederum ist Preisträgerin des Europäischen Förderpreises für Junge Künstler, des Kunstpreises der Kunststiftung Baden-Württemberg, dem Markgräfler Kunstförderpreis, dem Förderpreis der Casino Gesellschaft Saarbrücken; Stipendiatin des DAAD (Deutschen Akademischen Austauschdienstes), der Juilliard School of Music, der Rotary International Foundation, der arteMusica Stiftung, der Studienstiftung des Saarlandes und des Richard-Wagner-Verbands.

Seit 2017 ist sie außerdem Stipendiatin im Förderprogramm für junge Musizierende der Notenstein La Roche Privatbank. Zu ihren Lehrern gehörten Katharina Gohl- Moser und Ivan Monighetti, Richard Aaron, Gustav Rivinius und Thomas Grossenbacher.

Tickets gibt es für 20 Euro (ermäßigt zehn Euro) unter anderem in den Geschäftsstellen unserer Zeitung sowie im Internet unter www.reservix.de.

Weitere Informationen: www.markgraefler-musikherbst.de; www.minguet.de; www.isabelgehweiler.com

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