Weil am Rhein Landeszuschüsse und Landesfeuerwehrschule sind Thema

Der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger (4.v.l.) mit SPD-Fraktionschef Johannes Foege, Oberbürgermeister Wolfgang Dietz, Kommandant Frank Sommerhalter sowie dessen Stellvertretern Ulrich Weber und Markus Utke (von links) bei seinem Besuch bei der Weiler Wehr Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Weil am Rhein. Reichen die Landeszuschüsse für die Freiwillige Feuerwehr in Weil am Rhein? Wie läuft die Antragstellung? Wie sind die Erfahrungen mit der neuen Landesfeuerwehrschule? Vor allem Themen mit Landesbezug interessierten den SPD-Landtagsabgeordneten Rainer Stickelberger bei seinem Besuch der Weiler Wehr. Frank Sommerhalter, hauptamtlicher Kommandant, seine beiden Stellvertreter im Ehrenamt, Markus Utke und Ulrich Weber, sowie Oberbürgermeister Wolfgang Dietz informierten den Abgeordneten und SPD-Fraktionschef Johannes Foege.

Bei den 22 Fahrzeugen der Feuerwehr muss im Schnitt jedes Jahr eines neu beschafft werden, berichtete Sommerhalter. Geschuldet sei dies dem schnellen technischen Wandel, der immer schwierigeren Ersatzteilbeschaffung, aber auch dem immer umfangreicheren Aufgabenspektrum, das längst weit über die klassische Brandbekämpfung hinausgeht und daher auch weitere Gerätschaften erfordert.

Während der Weiler Feuerwehrbedarfsplan der Kommune wie der Wehr Planungssicherheit für die Neuanschaffung gibt, ist der Landeszuschuss mit Unsicher-heiten, langen Wartezeiten, die die Stadt zwischenfinanzieren muss, und vor allem mit einem europaweitem Ausschreibungsverfahren verbunden, heißt es in einer Pressemitteilung. „Die Vorläufe sind lang, das Verfahren aufwändig und nur mit juristischem Beistand machbar“, kritisierte Dietz. „Das ist landesweit Thema, auch bei anderen Verwaltungseinheiten“, bestätigte Stickelberger. Er sagte zu, sich für niedrigere finanziellen Schwellen im kommunalen Bereich einzusetzen.

Plätze reichen nicht aus

Lob gab es für die neue Landesfeuerwehrschule in Bruchsaal, die hohe Ausbildungsqualität und „eine super Infrastruktur“ (Sommerhalter) bietet. Allerdings, so bedauerte der Kommandant, reichen die Plätze bei weitem nicht aus. So warte ein Kamerad aus Ötlingen schon seit vier Jahren auf einen Lehrgangsplatz. Die Zuweisung der Plätze erfolge seitens des Landes auf die Landkreise, diese verteilen dann weiter auf die Kommunen.

Sowohl Stickelberger als auch Dietz hielten fest, dass die Kriterien für den Zuweisungsschlüssel des Landes an den Kreis transparent sein müssten. „Sowohl die Einwohnerzahl als auch die spezifischen Aufgaben der Feuerwehr vor Ort müssen berücksichtigt werden. Nicht jeder Landkreis hat wie wir auch Gefahrgut- oder Wasserunfälle“, betonte Dietz. Stickelberger sagte zu, auch diese Frage zu klären.

Beeindruckt zeigt sich der Abgeordnete von der Jugendarbeit. Rund die Hälfte der Nachwuchskräfte bleibt bei der Feuerwehr. Diese „hohe Bindungswirkung“ sei umso wichtiger, als dass die erfahreneren Führungskräfte ab 45 Jahren immer öfter wegbrechen, weil sie, wie Sommerhalter berichtete, „die Belastungen aus Feuerwehr und Beruf nicht mehr verbinden können“.

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