Weil am Rhein Lehrer für neue Schüler gesucht

Schulleiter Bernhard Nopper freut sich, dass es im nächsten Schuljahr wohl wieder eine Dreizügkigkeit gibt. Foto: Marco Fraune Foto: Weiler Zeitung

Von Marco Fraune

Die Rheinschule wird zum nächsten Schuljahr voraussichtlich wieder dreizügig werden. Knackpunkt stellt hingegen die knappe Lehrerversorgung dar. Rund 100 Tage im Amt ist der neue Schulleiter Bernhard Nopper insgesamt aber zufrieden.

Weil am Rhein. Eine Besonderheit der Grundschule in Friedlingen ist der Zu- und Abgang von Schülern, hat der Schulleiter bemerkt. „Jede Woche kommt und geht ein Kind“, rechnet er hoch. Da die Wegzüge oft recht schnell erfolgen, führt dies häufig dazu, dass noch nicht einmal eine kleine Abschiedsfeier für die Kinder erfolgen kann, in der sich die Mitschüler dann verabschieden können. So kommt es durchaus vor, dass Eltern anrufen und mitteilen, dass das seit zwei Tagen fehlende Kind nun in Hannover wohnt. „Das bewältigen die Kollegen in den Klassen“, weiß der Schulleiter um die daraus folgende pädagogische Arbeit.

Lehrer für die neuen Erstklässler ein Knackpunkt Er selbst sieht sich hingegen mit dem in der gesamten Region akuten Problem der Lehrerversorgung konfrontiert. So freut sich Nopper zwar, dass im nächsten Jahr angesichts von knapp 60 Erstklässler-Anmeldungen wieder eine Dreizügigkeit geben wird –­ die aktuelle zweite und vierte Klasse ist zweizügig –, doch: „Es wird schwierig werden, die Lehrer zu bekommen.“ Wie berichtet, sind hier mittlerweile sogar die Weiler Eltern alarmiert. Der Gesamtelternbeirat will mitwirken, dass Lehrer gelockt werden.

Weitere Kräfte für den Ganztagsbereich Im Ganztagsbereich der Friedlinger Grundschule würde Unterstützung durch junge Leute, die ein Freiwilliges Soziales Jahr absolvieren, benötigt, erklärt Nopper. Auch werden Aktive gesucht, die Arbeitsgemeinschaften anbieten. „Da haben wir immer zu wenige.“ Medienentwicklungsplan soll erstellt werden Eine andere Baustelle ist das Computernetzwerk. Ein Termin mit dem Kreismedienzentrum steht bereits. Gemeinsam soll ein Medienentwicklungsplan erstellt werden. Darin wird festgelegt, wie sich die Schule vorstellt, neue Medien im Unterricht einzusetzen und wie der Arbeitsplatz der Lehrer entsprechend gestaltet werden soll. Als Vorreiter beim Thema Neue Medien sieht Nopper die Rheinschule aber nicht. „Wir haben andere Schwerpunkte, dazu zählt die Integration von nicht-deutschsprachigen Kindern.“ Auch, dass die Musikschule mit der Grundschule kooperiert, sei ein Schwerpunkt.

Unterstützung durch Kollegen und Stadt Weil Insgesamt zieht Schulleiter Nopper eine positive 100-Tage-Zwischenbilanz. „Ich bin gut angekommen in einem sehr unterstützenden Kollegium.“ Dies habe den Einstieg in die neuen Aufgaben enorm erleichtert. Nachdem auf seinem Schreibtisch nun Ordnung herrscht und die Struktur seiner Büroorganisation steht, gewinnt auch sein Rollenverständnis. Zwar müsse in bestimmten Fällen der Schulleiter nach dem direktoralen Prinzip die Entscheidung fällen, meistens setzt er aber auf das kollegiale Prinzip.

Auch die Zusammenarbeit mit der Stadt bewertet Nopper als sehr positiv. „Was die Stadt Weil am Rhein an Engagement bringt, ist nicht Standard.“ Der Stadt seien zudem alle Schulen wichtig und nicht nur die Gymnasien.

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