Weil am Rhein Leidenschaftlicher und erfolgreicher Forscher

Björn Bluhm ist ein erfolgreicher Nachwuchsforscher Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Weil am Rhein (sb). Bereits zu Schulzeiten gehörten Naturwissenschaften zu den Hauptinteressen von Björn Bluhm (30). Im vergangenen Jahr promovierte er im Fach Biochemie und wurde jüngst mit dem Nachwuchsforschungspreis, dem „Young Investigator Award“ der Deutschen Gesellschaft für Matrixbiologie, ausgezeichnet.

Als Björn Bluhm nach der Grundschule 1998 auf die Markgrafenschule wechselte, hatte er noch keine Vorstellung davon, dass er eines Tages als Wissenschaftler arbeiten würde. Sechs Jahre später, mit der mittleren Reife in der Tasche, entschied er sich dafür, das Abitur am Biotechnologischen Gymnasium in Lörrach anzustreben. Zu diesem Zeitpunkt gehörten Biologie und Chemie längst zu seinen Lieblingsfächern. Nach dem Abitur 2007 und dem Bachelor in Biologie, den er ebenso wie den Master in Molekularbiologie im Anschluss daran an der Universität Hamburg absolvierte, promovierte der in Friedlingen aufgewachsene Wissenschaftler im Dezember vergangenen Jahres in Biochemie an der Universität Köln.

Wenn er sich heute an den Weg zurückerinnert, der hinter ihm liegt, dann ist er vor allem für die Freiräume dankbar, die ihm seine Eltern frühzeitig einräumten. Von zu Hause aus wurde er nie zum Abitur und später auch nicht zum Studium gedrängt. Dass er den Weg erfolgreich gehen konnte, habe neben der Leidenschaft für die Inhalte auch damit zu tun gehabt, dass die schulische In­frastruktur in Deutschland auch die Möglichkeit eines alternativen Bildungswegs ermögliche.

Heute lebt Björn Bluhm in Köln, arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Kölner Universität und forscht derzeit an der Medizinischen Fakultät und am Zentrum für Biochemie. Der Bereich der Biochemie stellt für ihn die perfekte Schnittstelle zwischen Molekularbiologie, Genetik und Medizin dar.

Die Auszeichnung mit dem „Young Investigator Award“, der ihm von der deutschen Gesellschaft für Matrixbiologie auf deren Jahrestagung in Stuttgart verliehen wurde, war für Björn Bluhm ein weiterer wichtiger Schritt in der hiesigen Forschungslandschaft. Gerade dann, so betont er, wenn man viele Monate lang im Labor geforscht habe und dann für seine Arbeit ausgezeichnet werde, wisse man, dass sich die ganzen Anstrengungen gelohnt haben.

Trotz der räumlichen Distanz hält er guten Kontakt zur Familie und zu Freunden in Weil am Rhein und der Umgebung. Wie sich die Stadt seit seinem Wegzug im Jahr 2008 entwickelt hat, beschreibt er als „beeindruckend“. Als Jugendlicher, meint er, hätte er sich niemals vorstellen können, dass jemals eine Tram durch Friedlingen fährt. Aber auch gerade die Entwicklung der schulischen Infrastruktur in Weil am Rhein bewertet Björn Bluhm als sehr positiv. Das Konzept der Gemeinschaftsschulen gefalle ihm gut, da es für ihn seinerzeit sehr schwierig gewesen sei, von der Markgrafenschule auf eine höhere Schulform zu wechseln. Heutigen Schülern rät er, sich nicht verunsichern zu lassen. Es gebe letztlich immer Möglichkeiten, das zu erreichen, was man wolle, auch wenn dies nicht immer der einfachste Weg sei.

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