Weil am Rhein Lernen im digitalen Klassenzimmer

Die Weiler Volkshochschule organisiert 40 Online-Kurse über die „VHS-Cloud“.Foto: zVg/Volkshochschule Foto: Weiler Zeitung

Der Shutdown durch das Coronavirus trifft auch den Veranstaltungsbetrieb der Volkshochschule (wir berichteten). Um die Zeit bis zur Wiederaufnahme der Kurse und Veranstaltungen zu verkürzen und im Gelernten fit zu bleiben, bietet die Weiler VHS nun rund 40 Online-Kurse in den Fachbereichen Sprachen und Gesundheit über die „VHS-Cloud“ an.

Weil am Rhein. Diese Plattform wurde vom Deutschen Volkshochschulverband entwickelt, entspricht den Richtlinien des geforderten Datenschutzes und bietet schon seit Jahren den Volkshochschulen einen virtuellen Klassenraum für ihre Kurse, heißt es in einer Mitteilung.

Bisher wurde dies in erster Linie parallel zum Präsenzunterricht genutzt, um Hausaufgaben hochzuladen oder einen Chat in Pausenzeiten zu unterhalten. Nun bekommen die Möglichkeiten der Cloud einen zusätzlichen Nutzen: Es ist auch eine Videokonferenz und somit Unterricht per Livestream möglich. Alle Teilnehmer des jeweiligen Kurses sehen den Dozenten, und dieser kann bei Freigabe der Kamera auch die Teilnehmer sehen. Auch untereinander können sich die Lernenden wahrnehmen und miteinander kommunizieren. Zusätzliche Möglichkeiten des Hochladens und des Bearbeitens von Dokumenten sollen den Unterricht ergänzen.

Ganz konkret gestaltet sich die Anmeldung wie folgt: Ab sofort sind im Internet unter www.vhs-weil-am-rhein.de die Online-Kurse und Vorträge in den Fachbereichen Sprachen und Gesundheit aufgelistet, zu welchen man sich dort online anmelden kann. Sie beginnen in der Regel direkt nach den Osterferien. Nach der Anmeldung erhalten die Teilnehmer weitere Informationen per E-Mail. Dabei geht es um die Registrierung auf der Plattform www.vhs.cloud und die Eingabe des jeweiligen Kurs-Codes, damit jeder auch seinen Bereich innerhalb der „VHS-Cloud“ findet. Zum angegebenen Zeitpunkt des Kurses begeben sich die Lernenden in ihr „Klassenzimmer“ innerhalb der Cloud und dort dann zur Konferenz-Funktion.

Eine neue Form des Unterrichts

Insgesamt benötigen alle Beteiligten zu Beginn etwas Geduld, heißt es weiter. Trotz guten Planungen und Schulungen würden die Dozenten der Volkshochschule zum Teil auch „ins kalte Wasser geworfen“. Es werden zwar Testkonferenzen durchgeführt, aber ein realer Unterricht mit dem digitalen Medium sei für viele auch neu. So ist für die Lehrenden der Volkshochschule neues, kreatives und flexibles Lernen in Krisenzeiten angesagt. Allen sei klar: Auch wenn die Online-Kurse jetzt nur zum Übergang gedacht sind, können sie bei der Rückkehr zum Präsenzunterricht zusätzliche, neue digitale Möglichkeiten der Wissensvermittlung bieten.

Die Kurse sind zuerst einmal bis zu den Pfingstferien geplant, um dann die weiteren Entwicklungen vorauszusehen und entsprechend weiter zu planen. Das bisher begonnene Frühjahrssemester wird momentan noch im „Ruhezustand“ gehalten. Sobald die Situation klar ist, werden die Kurse entweder bis zu den Sommerferien zu Ende geführt oder auch sofort für dieses Semester abgebrochen und die Rechnungen für die ersten paar Kursstunden im Februar/März verschickt.

Zusätzlich werden vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge Online-Tutorien für die begonnenen Integrationskurse bezahlt. Hier werden voraussichtlich fünf Online-Kurse starten, in denen die Dozenten auf der separaten „VHS-Lernplattform Deutsch“ Übungen anbieten, korrigieren und bewerten. Die Teilnahme an diesen Online-Tutorien für die Migranten ist kostenlos und dient auch dem Überbrücken, bis der Präsenzunterricht in den Integrationskursen wieder an der Stelle fortgeführt werden kann, an der er vor einigen Wochen abgebrochen werden musste.

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