Weil am Rhein Lernen zwischen Kunstwerken

Bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrags: (vorne von links) Rektorin Silke Wießner und Katrin Hager (Vitra Design Museum), dahinter (von links) Michael Oliva (stellvertretender Vorsitzender des Schulfördervereins), Julia Beyer (Vitra Design Museum) und die Lehrerinnen Simone Häfele, Barbara Krumbein-Keller und Monika Laue mit Schülern Foto: Saskia Scherer Foto: Weiler Zeitung

Gemeinsam Kunst und Kultur erleben – und das auch zweisprachig. Das soll eine Kooperation zwischen dem Weiler Oberrhein-Gymnasium (OGW) und dem Vitra Design Museum ermöglichen, die am Donnerstagvormittag mit der Vertragsunterzeichnung besiegelt worden ist.

Von Saskia Scherer

Weil am Rhein. „Die Schule ist an uns mit dem Wunsch nach einer regelmäßigeren Zusammenarbeit herangetreten“, erklärte Katrin Hager vom Museum. Mehr Schülern sollte der Besuch von Ausstellungen und die Teilnahme an Workshops ermöglicht werden. Die Idee stammt von Kunstlehrerin Simone Häfele, ergänzte Schulleiterin Silke Wießner. „Wir waren regelmäßig auf dem Vitra Campus und wollten das intensivieren.“ Auch mit der Architektur hätten sich die Schüler schon des Öfteren beschäftigt. „Die Region bietet tolles Anschauungsmaterial.“

Gemeinsam etwas unternehmen

Gerade auch als französisch-bilinguales und europäisch orientiertes Gymnasium berge die Zusammenarbeit Potenzial. Für deutsch-französische Schülergruppen sei der Museumsbesuch eine schöne Möglichkeit, sich durch Kultur näher zu kommen. Aber auch die anderen Schüler sollen profitieren. „Wir können nun mit allen Klassen sehr günstig und unproblematisch ins Museum“, freute sich Wießner. Finanzielle Unterstützung gibt es vom Förderverein der Schule, die andere Hälfte der Kosten trägt die Stadt.

„Ein Teil der Begegnung im Rahmen des Austauschs mit grenznahen französischen Schulen soll nun im Museum stattfinden“, erklärte Kunst- und Französischlehrerin Monika Laue. Es gibt auch Schülertandems, die so gemeinsam etwas unternehmen könnten. Für die achten und neunten Klassen werden eine zweisprachige interaktive Führung durch das Vitra Schaudepot und eine zweisprachige interaktive Architekturführung angeboten. „Da sind wir noch in der Entwicklung. Aber der Fokus liegt auf dem Miteinander“, erklärte Hagers Kollegin Julia Beyer.

Andere Generation ansprechen

Der bilinguale Schwerpunkt sei auch für sie wichtig gewesen. „Unser Publikum ist international, die Guides mehrsprachig.“ Durch die Zusammenarbeit mit der Schule könne man zudem eine andere Generation ansprechen und die Anbindung stärken. „Und es tut auch gut, einmal aus der Schule rauszukommen“, so Laue. „Man kann ja schnell hinlaufen“, hob Michael Oliva, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins, die kurzen Wege hervor. Mit der Kooperation könne noch mehr herausgestellt werden, dass Weil am Rhein auch die „Stadt der Stühle“ ist. Es seien auch überraschend viele Schüler noch nie im Museum gewesen, wie Laue kürzlich bei einem Besuch mit Zwölftklässlern feststellte.

Auch die Begegnung mit Originalen sei etwas Besonders, fand Wießner. „Im Zeitalter der Digitalisierung kann man sich ja einfach alles ins Wohnzimmer holen und betrachten. Aber davor zu stehen, das ist doch etwas anderes.“

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