Weil am Rhein „Kunstschau“ im Livestream

Auch „Puga“ ist dabei: Die „Kunstschau“ wird im Kunstraum Kieswerk aufgenommen.Foto: zVg Foto: Weiler Zeitung

Weil am Rhein - Das Weiler Künstler-Paar Ania Dziezewska und Volker Scheurer veranstaltet am heutigen Samstag ab 19 Uhr zum zweiten Mal ihre „Kunstschau“ im Internet. Marco Fraune hat sich die Premiere angesehen und gefragt, wie die Schau beim Publikum angekommen ist.

Zwangsläufig können Sie aktuell Ihre Werke nur online bewerben. Am vergangenen Samstag war eine „Kunstschau“ im Internet per Live-Stream zu sehen. Wie lief es?

Wir bedienen ja drei Streams: Instagram, Facebook und Youtube. Bei Youtube haben wir tagelang getüftelt, weil Youtube die Qualität weltweit reduziert hat. Wir haben es dann aber doch gut rübergekommen. Auf Instagram war der Anfang holprig, weil wir etwas weit weg waren vom Hauptgebäude. Facebook war gut und es kann auf dieser Plattform immer noch angeschaut werden unter Kunstraum Kieswerk.

Und wie fiel die Resonanz aus?

Wir haben insgesamt über 500 Besucher gehabt und sehr viel Lob für die Idee, die Kunst und auch uns bekommen.

Bei der Premiere wirkten Sie noch etwas unsicher, vor der Kamera zu stehen. Wie war es für Sie persönlich?

Wenn es um die Kunst geht, fühlen wir uns eigentlich recht sicher. Aber es ist natürlich ungewohnt, dass man der Hauptredner ist. Und wenn man eine Pause einlegen möchte, hat das gleich Auswirkungen auf das ganze Geschehen. Wir müssen auch nicht perfekt sein, wir sind schließlich Künstler und keine Youtube-Stars oder Showmaster. Ich habe aber gemerkt, dass uns das die Zuschauer verzeihen. Ich verzeih’ mir auch diverse Unsicherheiten.

Und für Ihre Frau, die Künstlerin Ania Dziezewska, die ebenfalls ihre Werke vorgestellt hat?

Auch für Ania ist es wichtig, ihre Arbeiten zeigen zu können. Und wenn das im Moment der einzige Weg ist, müssen wir das so machen. Es soll aber auch uns Spaß machen und den Zuschauern auch. Ania würde natürlich lieber die Präsentation in Polnisch machen, da fühlt sie sich sicherer. Das machen wir vielleicht auch einmal – auch für unsere polnischen Zuschauer. Aber grundsätzlich macht sie das gerne, aber wir beide sind natürlich lieber alleine im Atelier als vor der Kamera und vor Zuschauern.

Wie wollen Sie die zweite Auflage der Kunstschau gestalten?

Es werden wieder andere Kunstwerke vorgestellt rund um unsere Lounge. Und vorher geht’s in das schwarze Haus, das ist eigentlich ein begehbares Kunstwerk in Kubatur einer Bergkapelle mit dem Namen „Believe Your Self“, also jedenfalls hängen dort Kunstwerke aus der Fotoserie Grounded von der Künstlergruppe Anvove.

Kein Mensch kann aktuell definitiv sagen, wie sich die Situation weiter entwickeln wird. Wie planen Sie die nächsten Wochen und Monate? Sie dürften ja viel Zeit für den Schaffensprozess haben.

Uns sind viele, beziehungsweise die meisten und wesentlichen Aufträge weggebrochen durch COVID-19. Aber jammern hilft uns nichts. Deswegen möchten wir mit unseren Freunden und Kunden per Stream den Kontakt halten. Während den COVID-Wochen wechseln wir immer wieder die Kunst und die Locations am Kunstraum Kieswerk. Später möchten wir auch Gastkünstler und andere interessante Kulturmenschen bei uns auf der Couch haben.

Aber generell ist unser Alltag gleich geblieben: Wir haben uns anstatt mit Klopapier mit Künstlermaterialien eingedeckt, sodass wir Monate täglich im Atelier arbeiten, fast wie immer. Und die Umgebung ist bei uns sehr ruhig, sehr angenehm. Grundsätzlich ist es natürlich auch so, dass wir zu 100 Prozent von der Kunst leben und mit einem solchen Format zeigen wir unsere neuesten Arbeiten und haben nicht das Gefühl, für die Schublade zu produzieren.

 Die „Kunstschau“ des Kunstraums Kieswerk ist auf Instagram unter @kunstraumberlin, bei Facebook unter Kunstraum Kieswerk und Youtube zu sehen.

Live-Kontakt ist ab 19 Uhr möglich unter Tel. 07621/1612710 und Mail: v.scheurer@kunstraumkieswerk.com.

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