Weil am Rhein Lofo-Gebäude verkauft

Marco Fraune
Auf dem Areal des Lofo-Gewerbeparks sind die Erschließungsarbeiten abgeschlossen. Foto: Marco Fraune

Weil am Rhein - Die drei verbliebenen Gebäude auf dem Lofo-Gewerbepark werden an ein heimisches Investoren-Trio veräußert. Dieses will Speditionsunternehmen hier unterbringen, welche die Autobahn-Zollanlage wegen dort anstehenden baulichen Veränderungen verlassen müssen. 

Locat Systems aus Schönau plant als Käufer der größten Fläche im Gewerbepark, noch im August der Stadt die Baupläne vorzustellen. Die Erschließung des Areals ist jetzt auch abgeschlossen.

Zur Investorengruppe gehören die Bauunternehmer Markus und Thomas Kammerer aus Efringen-Kirchen, der sich aus dem operativen Geschäft bei dem Logistikunternehmen Acito zurückgezogene Ex-Chef Dietmar Kutta sowie das Immobilienunternehmer-Paar Sabine und Ulrich Heuer.

Der Gemeinderat hat in nicht-öffentlicher Sitzung der Veräußerung des alten Lofo-Verwaltungsgebäudes, des alten Werkstattgebäudes sowie des früheren Laborgebäudes zugestimmt. Rund 5500 Quadratmeter sind dies, wie Erster Bürgermeister Rudolf Koger im Gespräch mit unserer Zeitung erklärt.

Da damit die komplette Teilfläche auch zum passenden Preis verkauft worden sei, handele es sich um einen „sehr guten Wurf“. Es bleibe in einer Hand und die Grünanlage könne erhalten werden. Hintergrund für die Logistiker ist, dass eine Verlagerung der Verzollung und Inspektionsbüros ansteht.

Gebäude renovieren

Die Investoren wollen voraussichtlich mit Sabine Heuer als Geschäftsführerin eine GmbH gründen. Die bestehenden Gebäude sollen renoviert und dann an die Speditionsunternehmen vermietet werden. Das frühere Labor, das vis-à-vis des Verwaltungsgebäudes steht, werde größtenteils grundsaniert, im linken, zum Teil abgerissenen Bereich, soll neu gebaut werden, erklärt Ulrich Heuer auf Nachfrage.

Außerdem hat der Gemeinderat nicht-öffentlich beschlossen, eine Reservierung für ein Unternehmen bis zum Jahresende zu verlängern. Die Baukalkulation sei angesichts der derzeitigen Preisentwicklungen schwierig, weiß OB Wolfgang Dietz. Betroffen ist hier ein 2000 Quadratmeter großes Grundstück.

Und auch zu diesem führt nun die neue Erschließungsstraße, die am Dienstagabend offiziell übergeben wurde. OB Dietz kündigte bei dem symbolischen Akt an, dass Locat Systems aus Schönau davon ausgeht, dass im Laufe des kommenden Monats die baufähigen Pläne der Verwaltung vorgestellt werden.

Die Erschließungsstraße ist nun hergestellt. Die Unternehmen können damit schon jetzt auf eine passende Infrastruktur setzen. Zwar soll die Tragschicht erst nach der Vermarktung aller Grundstücke aufgetragen werden, doch die Kanäle und Versorgungsleitungen sind im Boden. Ebenso im Boot war der Zweckverband Breitbandversorgung, womit das Gebiet über schnelles Internet verfügt. Nun kann damit mit den Hochbaumaßnahmen gestartet werden.

20 .000 Quadratmeter frei

Koger betont zugleich, dass auf die Qualität bei der Ansiedlung gesetzt wird und nicht auf Schnelligkeit. „Wir lassen uns nicht unter Druck setzen.“ Vielmehr gehe es darum, die Philosophie weiter zu verfolgen, produzierendes Gewerbe anzusiedeln. Heimischen Unternehmen sollen räumliche Möglichkeiten für die weitere Betriebsentwicklung gegeben werden, erklärt auch Frank Lorkowski von der Kommunalentwicklung.

Rund 20 000 Quadratmeter seien als Gewerbefläche noch frei, 17 000 Quadratmeter verkauft beziehungsweise reserviert.

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