Weil am Rhein Maske, Sitzplatz und Musikvielfalt

Ein alternatives Veranstaltungsformat hat am Freitagabend Premiere gefeiert: das Parkdeck-Festival. Gesetzt wird an diesem Wochenende ähnlich wie beim abgesagten Internationalen Bläserfestival auf eine große Bandbreite der Musikstile.

Von Marco Fraune

Weil am Rhein. Da das Internationale Bläserfestival wegen den Corona-Auflagen ungeeignet ist und die Realisierung lange Zeit unkalkulierbar war, musste Kulturamtsleiter Peter Spörrer gemeinsam mit seinem Team einen neuen Weg bei der Präsentation der unterschiedlich gearteten Bläsermusik beschreiten – und das weiterhin bei freiem Eintritt. Weil die Innenstadt als große Bühne mit Flaniermeile sich für erforderliche Zugangskontrollmöglichkeiten ebenso wenig eignete wie für die feste Sitzplatz-Definition (und ohne Stehplätze), geriet das gesamte Stadtgebiet in den Fokus. „Open-Air“ sollte es sein, aber auch überdacht. So saßen am Freitagabend die Konzertbesucher auf dem Parkdeck 7 des Rhein-Centers in Friedlingen.

Und nicht nur der Ort darf als ungewöhnlich bezeichnet werden, sondern auch das Tragen von Masken während der Veranstaltung sowie das Ausbleiben einer Bewirtung war der Pandemie geschuldet. Gleiches galt am Samstag und Sonntag bei den weiteren Konzerten. Der Grund dafür sei, dass so möglichst viele Besucher auch Einlass erhalten können, erklärte Spörrer vor dem ersten Konzert.

Am Freitagabend betrat erst einmal die Formation „canorusquintett“ die besondere Bühne. Das klassische Bläserquintett mit Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn hatte unter anderem eine Ouvertüre zu Mozarts „Zauberflöte“ im Gepäck. Lang anhaltenden Applaus gab es für die Darbietung des Quintetts in E-Dur, op. 88, Nr. 2 von Anton Reicha. Dieses hätte auch mehr Zuhörer verdient, da geschätzt nur gut ein Viertel der Plätze besetzt war. Deutlich mehr Interessierte hatten zuvor kostenlose Karten abgeholt.

Das Hornroh Modern Alphorn Quartet folgte dann laut Programmvorschau ab 20.20 Uhr. Dieses wurde von vier professionellen Bläsern aus Basel mit dem Anspruch gegründet, traditionelle Alphornmusik mit modernem, zeitgenössischen Denken und Spielen zu verknüpfen.

Komplettiert wird das Parkdeck-Festival durch fünf weitere Konzerte. Am Samstag ab 18 Uhr ist die „Unterbiberger Hofmusik“ an der Reihe, gefolgt vom Auftritt der „Bonds Big Band“ ab 20.30 Uhr, wobei dieses Konzert als erstes „ausverkauft“ war. Am Sonntag stehen noch ab 15.30 Uhr „Les haulzet les bas“ auf der Bühne. Historische Bläsermusik gibt es dabei. Balkan, Funk und Hip-Hop will „Error 404“ am Sonntag ab 18 Uhr bieten. Den Abschluss macht ab 20.30 Uhr dann „El Flecha Negra“ –­ mit einer Verbindung von traditioneller Cumbiau und Reggae mit modernem Mestizo und peruanischen Chicha-Sounds, wie es heißt.

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