Weil am Rhein Mehr Rücksicht auf Fußgänger nehmen

pd
Erster Bürgermeister und Leiter der Stadtwerke, Rudolf Koger (v.l.), Markus Rotzler, Abteilungsleiter Verkehr und Tiefbau, sowie Bürgermeister Martin Gruner freuen sich über das neue Erscheinungsbild der Bayerstraße. Foto: Stadtverwaltung/Bähr

Die Sanierungsarbeiten in der Bayerstraße sind Geschichte , teilt die Stadtverwaltung mit. Die bestehende Straße wurde in den vergangenen vier Monaten komplett entfernt und neu gebaut. Sie wird künftig als verkehrsberuhigte Zone ausgewiesen.

In einer verkehrsberuhigten Zone sind Fußgänger und Fahrzeuge gleichberechtigt. Das heißt, dass Passanten die gesamte Straße nutzen dürfen. Jedoch müssen sie auch zur Seite gehen, wenn ein Wagen vorbeifahren will. Fahrzeuge dürfen nur in Schrittgeschwindigkeit diese Zone befahren.

Zudem gibt es nun auch einen zwei Meter breiten Gehweg. Bislang mussten die Fußgänger immer die Straße benutzen. Für sie sei die Situation in diesem Viertel erheblich verbessert worden, freut sich Bürgermeister Martin Gruner. Mit der Ausweisung als verkehrsberuhigte Zone sorge man außerdem dafür, dass die Autos langsam und sorgsam diesen Abschnitt befahren. Schließlich halten sich in diesem Bereich viele Kinder der Anwohnender auf, heißt es in der Mitteilung weiter.

Verkehrszeichen folgen

Die Freigabe des komplett sanierten und aufgewerteten Abschnitts der Bayerstraße – von der Einmündung Blauenstraße bis zur Abzweigung, an der die Bayerstraße Richtung Hauptstraße abknickt – erfolgte bereits vor wenigen Tagen. Die Verkehrszeichen, die auf den verkehrsberuhigten Bereich hinweisen, werden demnächst folgen.

Das Thema Verkehrsberuhigung spielte bei diesen Arbeiten im Sanierungsgebiet Friedlingen ein großes Thema. Und so wurde unter anderem auch die Fahrbahn verschmälert, durch so genannte Grüninseln eingeengt und teilweise auch gepflastert. Nicht zuletzt erhielten die Kreuzungsbereiche einen neuen Asphaltbelag und die Bayerstraße eine neue Beleuchtung.

Eine Besonderheit ist nun außerdem zu sehen: Als Teil der Kulturachse wurde ein „blaues Band“ aus farbigen Pflastersteinen angelegt. Dieses soll die Menschen später einmal vom Friedlinger Rheinpark bis zum Kesselhaus leiten.

Die Baumaßnahme, die im November ihren Anfang nahm, sei innerhalb des Zeit- und Kostenrahmens fertiggestellt worden, stellt Markus Rotzler, Leiter der Abteilung Verkehr und Tiefbau, erfreut fest. Die Straßensanierung schlägt mit rund 300 000 Euro zu Buche und wird im Rahmen des Sanierungsgebiets Friedlingen städtebaulich gefördert.

Nahwärme verlegt

Vor den Sanierungs- und Aufwertungsmaßnahmen war bereits eine Nahwärmeleitung durch die Stadtwerke Weil am Rhein verlegt worden. „Das ist und bleibt auch unser Bestreben. Immer dort, wo wir die Straße bereits geöffnet haben und wo es auch Sinn ergibt, wollen wir die entsprechenden strukturellen Voraussetzungen schaffen“, betont der Leiter der Stadtwerke und Erste Bürgermeister Rudolf Koger.

Der Startschuss in Sachen Fernwärme fiel in Friedlingen schon im vergangenen Jahr. Nun wolle man Schritt für Schritt in „Friedlingen Nord“ das Wärmenetz ausbauen und die Gebäude anschließen, so Koger. Zwischenzeitlich sei das mit dem Schwarzenbach-Areal und dem Neubau Ecke Blauen-/Hauptstraße auch schon geschehen. „Momentan geht es weiter in Richtung Rheinschule“, erklärt Koger.

Außerdem warte man auf die Baugenehmigung für die beiden Blockheizkraftwerke auf dem Gelände der Firma Endress+Hauser sowie den Pufferspeicher am Kesselhaus.

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