Weil am Rhein Millionenprojekt wird greifbar

Weil am Rhein - Die Erweiterung des Rathauses geht Schritt für Schritt voran. Ein neuer Nebeneingang, ein abgerissenes Nebengebäude und neu verlegte Leitungen sind deutliche Vorboten für den bald startenden Rohbau. Für den Erweiterungsbau und die Sanierung des Altbaus sind insgesamt 21,75 Millionen Euro veranschlagt.

Obwohl sich das Projekt noch relativ am Anfang befindet, sind laut Erster Bürgermeister Christoph Huber bereits 9,15 Millionen Euro schon ausgegeben beziehungsweise als Auftrag vergeben. Klares Ziel sei, den Kostenrahmen auch weiterhin einzuhalten, erklärte Huber bei einer Ortsbegehung des Bauausschusses rund um das Rathaus. So werde beispielsweise auf eine günstigere Metallfassade gesetzt. Die Übergabe des Erweiterungsbaus soll Ende November nächsten Jahres erfolgen.

Der neue Nebeneingang

Der alte Nebeneingang des Rathausgebäudes ist schon außer Betrieb genommen und das Baufeld ausgeweitet worden. Exakt auf der anderen Seite des Foyers befindet sich nun der neue Nebeneingang. Zu diesem führt von außen eine versetzte Rampe, die später aber direkt auf die Eingangstür zuführen soll, wie Huber erläuterte. Denn: Dieser Eingang dient in gewisser Weise als Zwischenlösung, doch künftig weiterhin als Fluchtweg, beispielsweise bei einer Veranstaltung wie dem Neujahrsempfang, und ebenso als möglicher Rauchabzug.

Abriss und Demontage

Ein großes Baufeld tut sich bereits im Bereich der alten Hausmeisterwohnung auf, wo zuvor die Abteilung Schulen, Soziales und Sport untergebracht war. Wie berichtet, ist das Gebäude mit schwerem Gerät dem Erdboden gleichgemacht worden. Nach der Entkernung sei dies innerhalb von zwei Tagen erledigt worden, schilderte der Leiter des Gebäudemanagements, Claudio Bergermann. Der Fahrradunterstand wurde demontiert, um diesen dann im Stadion im Nonnenholz für den geplanten Unterstand anderer städtischer Gerätschaften wiederzuverwenden. „Das Baufeld ist freigezogen.“

Alte Tanks und Baugrube

Ebenfalls erfolgt sind Spezialgründungen. Die in die Tiefe ragenden Pfähle wurden betoniert und nun erd­überdeckt. In die Gründung werden diese integriert.

Zwei alte große Dieseltanks, die vormals im Boden liegend zur Versorgung der alten Netzersatzanlage Verwendung fanden, galt es zudem zu entsorgen. 8000 Liter befanden sich noch in den Spezialtanks. Als Herausforderung erwies sich laut Huber hier, dass die Wehr umliegendes Wasser abpumpen musste, damit die Tanks nicht im Grund schwimmen.

Bis Ende Juni soll die komplette Baugrube abgeschlossen sein, damit Anfang Juli der eigentliche Rohbau beginnen kann, will Amtsleiter Bergermann den Zeitplan einhalten. Bis Ende des Jahres beziehungsweise Anfang nächsten Jahres werde der Rohbau fertiggestellt sein, es folge der Innenausbau.

Die Übergangslösungen

An der linken Seite des Rathausgebäudes, am Durchgang in Richtung Sternenschanzstraße, sind während der Bauzeit die Stellplätze für die E-Autos der Stadt vorgesehen. Die Radfahrer können ihre Velos hingegen noch in der Tiefgarage parken, die später nach den Arbeiten in der Tiefgarage auch wieder von den Elektrofahrzeugen genutzt werden kann. An der Gebäudeseite wird hingegen künftig eine Fluchttreppenhaus errichtet.

Eine Übergangslösung sind auch die auf dem Rathausplatz teilweise über der dortigen Brunnenanlage errichteten Container. Bergermann bezeichnete dies als „wichtige Vorab-Maßnahme“, damit der Anbau beginnen konnte. So sind dort die Mitarbeiter der Sozialabteilung untergebracht, die zuvor in der nun schon abgerissenen Hausmeisterwohnung ihren Arbeitsplatz hatten.

Neue Nahwärmeleitungen

Zwischen der Schillerstraße und der Humboldtstraße ist vor den Rohbauarbeiten auch bereits eine neue Infrastruktur im Untergrund verlegt worden, wie die Nahwärmeleitungen, an die sowohl das Rathaus als auch das Kant-Gymnasium angeschlossen werden sollen. Als relativ aufwändige Vorab-Maßnahme erwiesen sich auch die vergrößerten Lichtschächte am Rathausgebäude in diesem Bereich. Hier ging es um die Elektroarbeiten für die Netzersatzanlage. Das entsprechende Gerät werde künftig im Altbau stehen.

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