Weil am Rhein Mit Hydranten und mehr Licht

Zuletzt kam es am 24. Januar zu einem Gefahrguteinsatz am Rangierbahnhof. Foto: Marco Fraune Foto: Weiler Zeitung

Weitere Fortschritte haben die Weiler Wehr, der Landkreis und die Bahn bei Gesprächen zur Gefahrenabwehr beim Abstellen von Güterzügen am Rangierbahnhof erzielt. Eine Einigung in wichtigen Punkten sei erreicht worden, hieß es gestern in einer Mitteilung. Neue Hydranten und mehr Licht sind enthalten. Über „enorm wichtige Verbesserungen“ freuen sich Wehrchef Frank Sommerhalter und OB Dietz.

Weil am Rhein (mcf/wz). Bei dem Treffen der Begleitgruppe Rheintalbahn unter der Leitung des Landratsamts mit der Bahn und weiteren Vertretern der Region wie der Stadt wurden die bisherigen Ergebnisse präsentiert. Grundlage war ein Forderungskatalog zur Verbesserung der Gefahrenabwehr in Weil im Rangierbahnhof, der im Januar 2018 vom Landkreis sowie den Städten und Gemeinden am Oberrhein an die Bahn übergeben wurde. Folgende Maßnahmen wurden vereinbart:   Bei der Löschwasserversorgung im Rangierbahnhof sorgen die Bahn und die Weiler Stadtwerke gemeinsam für die Aufstellung von zwei zusätzlichen Hydranten im Bereich der Straße „Am Umschlagbahnhof“. Vom 9. bis 11. April steht der Ausbildungszug Gefahrgut der DB der Feuerwehr in Weil für Übungszwecke zur Verfügung.  Die Bahn optimiert im Weiteren bis November die Beleuchtung des Rangierbahnhofs.  Im Mai ist eine gemeinsame Schulung von Feuerwehr und dem DB-Notfallmanagement vorgesehen. Zur Forderung einer zusätzlichen Fläche zur Behandlung havarierter Züge verweist die DB auf die bereits bestehende Fläche im Umschlagbahnhof. Als weitere Alternative wurde zudem eine Fläche im Bereich des ehemaligen Stellwerks 6 zur abschließenden Behandlung von havarierten Wagen identifiziert, die laut Mitteilung abseits von Wohnbebauung eine gute Zugänglichkeit durch die Feuerwehr ermöglicht und den Betrieb auf der Rheintalbahn im Schadensfall nicht beeinträchtigt. Erneut Thema waren auch die Gefahrgutzüge, die immer wieder in Efringen-Kirchen und Bad Bellingen in der Nähe von Wohngebieten abgestellt werden und bei der dortigen Bevölkerung weiterhin für Verunsicherung sorgen. Kreisrat Hanspeter Buck überreichte im Rahmen des Treffens eine Unterschriftenliste betroffener Bürger mit Forderungen an die Bahn, hier künftig eine zufriedenstellende Lösung zu finden.

OB Dietz und Weiler Wehrchef zufrieden

Wenn die gestern öffentlich gemachten Ergebnisse so umgesetzt werden, ist Stadtkommandant Frank Sommerhalter zufrieden. „Das ist dann ein großer Schritt nach vorne“, falls bald das Wasser aus den Hydranten fließe, später auch in der Dunkelheit mehr Licht auf dem Rangierbahnhof scheine und eine Abstellfläche für havarierte Züge zur Verfügung stehe. Noch befinde er sich in einer „abwartenden Position“. Denn: „Es wurde schon öfters etwas zugesagt.“

Den Kontakt mit der Bahn bewertet er als gut. Nach dem Gefahrguteinsatz am Rangierbahnhof am 24. Januar sei in der Einsatzbesprechung von der Bahn auch erkannt worden, dass eine bessere Zusammenarbeit mit den Gefahrenabwehrbehörden wichtig ist. Die ersten Gespräche zu Verbesserungen für Einsatzkräfte auf dem Rangierbahnhof lägen zudem mittlerweile acht Jahre zurück.

Daher atmet auch OB Dietz ein Stück weit auf. „In der Sache bin ich mit dem derzeitigen Stand zufrieden.“ So sei ein Standort für havarierte Waggons gefunden worden.

Abstimmen müsse man sich noch wegen der Wasserversorgung. Recht- und Kostenfragen gilt es zu beantworten. „Ich bin aber zuversichtlich.“ Dietz stellt jedoch klar, dass der Ausbildungszug nicht nur der Weiler Wehr, sondern auch allen anderen zur Verfügung steht. Kreisbrandmeister Christoph Glaisner koordiniere dies. Ihm, Bezirksbrandmeister Adrian Wiebel und Sommerhalter danke er besonders.

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