Weil am Rhein Mit passender Mischung gepunktet

Weil am Rhein-Haltingen - Was für ein runder Geburtstag: Bei besten äußeren Bedingungen konnte gestern das 90. Winzerfest in Haltingen gefeiert werden. Mit der bewährten Mischung aus Musik, Essensangeboten und Unterhaltung hat die Traditionsveranstaltung wieder zahlreiche Besucher gelockt.

Nach der Premiere im vergangenen Jahr fand das Winzerfest erneut am Winzerkeller der Haltinger Winzer-Genossenschaft statt. Hier fanden zahlreiche Gäste Platz im Schatten des Baumes oder auch unter den kleinen Festzelten. Gestartet wurde mit einem Frühschoppenkonzert der kleinen Besetzung der Stadtmusik Weil am Rhein. Bevor der Eisenbahnermusikverein Weil am Rhein das Programm beendete, ließ der Männerchor Haltingen noch seine Stimmen gleich zwei Mal am Nachmittag erklingen.

Insgesamt 75 Helfer packten mit an. Zwischen Auf- und Abbau war auch reichlich zu tun. „Es wird aber immer schwieriger, Helfer zu finden, denn die meisten wollen lieber die Frühschicht übernehmen“, weiß der Vorsitzende des Haltinger Gesangvereins, Gustav Walliser. Ganz besonders freut ihn, dass er auf den zweiten Vorsitzenden des Männerchors, Andreas Musolt, ebenso setzen kann wie auf Jutta Muny, die stellvertretende Vorsitzende des Gesangvereins. „Die haben alles im Griff.“

Nach 2018 nun zum zweiten Mal am Winzerkeller, musste für das Fest nur noch eine Feinjustierung vorgenommen werden, wie das Umstellen der Schenke. Insgesamt freute sich Walliser über einen „reibungslosen Ablauf, viele lustige Leute und eine freundliche Atmosphäre“. Dass es sich um einen runden Geburtstag der Traditionsveranstaltung handelte, war für ihn eher eine Randnotiz. Denn vielmehr hofft er, dass diese auch weiterhin eine Zukunft hat und viele mit anpacken.

„Nein zum Volksbegehren“

Direkt am Zugang des Winzerfestes wurde den Besuchern aufgezeigt, dass sich die Winzer aktuell nicht nur mit der Lese und einem guten Ertrag beschäftigen, sondern auch mit ihrer Existenz. Denn um diese sorgen sie sich angesichts der Volksinitiative „Rettet die Bienen“. Auf einem großen Transparent hatten Max Hagin und sein Vater Jörg „Pro Biene – aber nicht so. Nein zum Volksbegehren“ geschrieben. Am davor befindlichen Stand führten sie die möglichen Folgen auf (wir berichteten ausführlich). Unterstützung erhalten sie vom Haltinger Bundestagsabgeordneten Armin Schuster, der bei Imkern, Direktvermarktern und Winzern „Panik“ mitbekommen hat. Er will das Schlimmste verhindern helfen. „Wir werden in Stuttgart was machen. Es gibt Lösungen, aber nicht so radikale.“ Es gehe darum, den „Kahlschlag“ im Wein- und Obstbau sowie allgemein in der Landwirtschaft zu verhindern.

Sie möchten alle Nachrichten aus Ihrer Gemeinde lesen?
Dann testen Sie unser ePaper – 3 Wochen völlig gratis und unverbindlich! Klicken Sie HIER.

  • Bewertung
    0

Newsticker

blank

Umfrage

Recep Tayyip Erdogan

Der Einmarsch türkischer Truppen in Nordsyrien sorgt für viel Kritik. Die USA verhängen jetzt Sanktionen gegen die Türkei. Befürworten Sie das Vorgehen?

Ergebnis anzeigen
loading