Weil am Rhein (mcf). Die Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Weil am Rhein soll intensiviert werden. Der Kultur-, Sport- und Verwaltungsausschuss hat in seiner Sitzung am Dienstagabend dem Gemeinderat einstimmig empfohlen, hierzu eine neue Pressesprecher-Stelle einzurichten, was von der CDU-Fraktion beantragt worden war. „Wir müssen auch am Thema Image arbeiten“, erklärte OB Wolfgang Dietz.

Zwar können laut Hauptamtsleiterin Annette Huber, die bisher auch als Pressesprecherin agiert, Medienanfragen beantwortet sowie Pressemitteilungen zu wichtigen Themen herausgegeben werden. Doch: „Eine darüber hinausgehende aktive Medien-, Öffentlichkeits- und Marketingarbeit war nicht möglich.“ Überregionale beziehungsweise internationale Medien hätten kaum bedient werden können. „Zunehmend wichtiger werden auch neue Beteiligungs- und Informationswege für die Bürger.“

Schon im Oktober 2007 wurde eine 40-Prozent-Stelle für den Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit besetzt, doch nachdem die Stelleninhaberin in Elternzeit ging, wurde die Arbeit durch das Hauptamt übernommen und die Stelleninhaberin kümmerte sich später eher um die EDV, da hier die größere Erfordernis gesehen wurde.

Als „gut und vorbildlich“ bezeichnete FDP-Stadtrat Wolfgang Roth-Greiner den bisherigen Hauptamt-Einsatz bei der Pressearbeit. Er ließ sich überzeugen, dass künftig genug Arbeit anfällt.

„Wir sind stiefmütterlich ausgestattet“, verwies der OB auch auf andere Kommunen, die eine größere Presseabteilung haben. Die CDU sei mit ihrem Antrag den Freien Wählern zuvor gekommen, musste UFW-Stadtrat Andreas Rühle nicht überzeugt werden. Ziel müsse sein, Positives über Weil in überregionalen Medien zu bringen, erklärte Monika Sulzberger (SPD). Jedes Ressort im Rathaus müsse sich seiner Arbeit widmen können, ergänzte Eva-Maria Botzenhardt (CDU). Besonders die Berichterstattungen über Friedlingen in Schweizer Medien und im „Stern“ würden laut Ausschuss und OB das Bild von Weil verzerren, wird nun auf Positives gesetzt.