Weil am Rhein Miteinander in Friedlingen

Jennifer Ningel

Neujahrsempfang: Wieder ein Stadtteilfest / Jeder bei Stammtischen willkommen

Zu Beginn der Pandemie stellte sich die Frage, ob „Friedlingen im Frühlingsschlaf“ sei. Dies verneinten Vorsitzender Volker Hentschel und zweite Vorsitzende Alev Kahraman beim Neujahrsempfang des Stadtteilvereins Weil am Rhein-Friedlingen am Donnerstagabend.

Von Jennifer Ningel

Weil am Rhein. Neben den anwesenden Bürgern begrüßten Hentschel und Kahraman auch den Landtagsabgeordneten Jonas Hoffmann, Erster Bürgermeister Rudolf Koger, Hauptamtsleiterin Annette Huber und den einzigen Gemeinderat aus Friedlingen, Andreas Rühle. Die Vorsitzenden führten durch den Abend, blickten auf die vergangenen drei Jahre in Friedlingen zurück und zeigten, dass sich viel getan hat.

Rückblick

Kurz ließen Hentschel und Kahraman den Neujahrsempfang 2020 Revue passieren: „Wir haben uns auf das kommende Jahr gefreut.“ Dann wurde am 11. März die Pandemie offiziell von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ausgerufen. „Im Wasser war es dann auch nicht mehr sicher“, scherzte der Vorsitzende – bezugnehmend auf die Meldungen von Februar 2020, dass es im Wasser des Laguna Badelands am sichersten sei. Die zweite Vorsitzende erinnerte sich an die geschlossenen Grenzen an der Dreiländerbrücke und wie die Absperrungen morgens immer aufgestellt werden mussten, da sie nachts umgeworfen wurden.

Nachdem sie einige Impressionen aus Friedlingen zeigten – unter anderem das Parkdeckfestival im September 2021 und die Eröffnung des Juno II im Dezember 2021 – gingen die beiden auf die Herausforderungen und Erfolge des Stadtteilvereins in den drei Pandemiejahren ein: Die Stammtische konnten nicht stattfinden und das Quartierszentrum WiKi musste zeitweise schließen.

Auch die Elternmentorinnen hatten es schwer, erklärte Hentschel. Nilufar Hamidi, Projektleiterin der Elternmentorinnen und Vorstandsmitglied des Stadtteilvereins, erzählte, wie sie während der Pandemie nur telefonisch helfen konnten. Hentschel ergänzte, dass die von der Elternstiftung ausgebildeten ehrenamtlichen Mentorinnen auch Sprechzeiten im Rathaus anbieten konnten. Besonders freudig blickten Hentschel und Kahraman auf das Stadtteilfest „Miteinander“ im Juli 2022 zurück.

Begeistert zeigten sich die beiden von der Quartiersmanagerin Sonia Bekhoucha-Held, die sich beim Neujahrsempfang entschuldigen ließ. Sie hat ihre Stelle während der Pandemie angetreten und „schnell Formate entwickelt“, erklärte Hentschel. Der „Clean Up Day“, der „Food Fairteiler“ und das „Urban Gardening“ gehen auf sie zurück. Auch Rühle zeigte sich von der Arbeit begeistert. „Super stark, was sie trotz Pandemie auf den Weg gebracht hat.“

Ausblick

Einige Veranstaltungen hat der Stadtteilverein für dieses Jahr ins Auge gefasst. So soll wieder das Stadtteilfest im Juli stattfinden und auch die Stadtteilrunde soll es wieder geben. Weiterhin finden die Stammtische statt, für deren Teilnahme die Interessierten nicht in Friedlingen wohnen müssen.

Zum Ende der Veranstaltung überreichte Peter Pietruk, der bis Mitte 2022 Präsident des Lions-Club Weil am Rhein war, als dessen Vertreter dem Stadtteilverein eine Spende über 1000 Euro.

Die musikalische Umrahmung übernahmen vier Musiker der „Bonds Big Band“ unter der Leitung von Christian Leitherer, der die Saxophonisten auf dem Klavier begleitete.

Weil am Rhein (jn). In seiner kurzen Begrüßungsrede erklärte Erster Bürgermeister Rudolf Koger, dass der Stadt die Entwicklung Friedlingens wichtig sei, deswegen auch die Quartiersmanagerin. Er richtete auch einen „Dank an alle Beteiligten, die sich ehrenamtlich engagieren“.

In seiner Rolle als nebenamtlicher Geschäftsführer der städtischen Wohnungsbaugesellschaft überraschte Koger die Anwesenden mit seiner Aussage, dass die Wohnbau der Bäckerei Gehri gekündigt habe und somit die Möglichkeit bestehe, einen Quartierstreff in diesen Räumen einzurichten.

Weiterhin wolle die Wohnbau der Quartiersmanagerin Sonia Bekhoucha-Held ihr Lastenfahrrad zur Verfügung stellen, welches sonst vom Gärtnerteam genutzt wird. Hintergrund ist, dass das Lastenfahrrad der Quartiersmanagerin gestohlen wurde. Der Vorstand des Stadtteilvereins zeigte sich erfreut über diese Ankündigungen.

Weil am Rhein (jn). Im Rahmen des Neujahrsempfang zog Gemeinderat Andreas Rühle Bilanz. „Viele Dinge sind umgesetzt worden.“ So erzählte er freudig von der Rheinparkerweiterung. Als Erfolgsgeschichte bezeichnete er die Nahwärme „nicht nur in Friedlingen sondern auch in Weil“. Als kleinen Ausblick erzählte er, dass die Fassade der Rheinschule renoviert werde und viele Kanalarbeiten anstünden.

Einen Denkanstoß gab er zum Thema Müllentsorgung im Quartier. Die Frage sei, was Kommune und Privatpersonen tun könnten. Die Kommune reinige viel und auch die Rheinschule befasse sich mit dem Thema. Es lege an jedem einzelnen, „wachsam zu sein“. Einen Aufruf zur Teilnahme am Bürgerentscheid zur Fußgängerzone startete er auch: „Bitte gehen Sie hin, beziehen Sie Stellung.“

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