Weil am Rhein Miteinander in Verbindung bleiben ist wichtig

Auch in der Weiler Partnerstadt Trebbin steht das gesellschaftliche Leben still. Foto: zVg

Weil am Rhein/Trebbin - Was gibt es Neues in der Weiler Partnerstadt Trebbin? „Eigentlich gar nichts, wie überall“, schmunzelt Bärbel Bartl, die Vorsitzende des dortigen Städtepartnerschaftsvereins, im Gespräch mit unserer Zeitung. „Wenn ich den Kultur-Newsletter aus Weil am Rhein lese, bin ich traurig.“

Der Trebbiner Verein hält keine digitalen Vorstandssitzungen ab. „Wir sind technisch nicht so ausgestattet. Aber wir telefonieren und sprechen uns ab.“ Alle ein bis zwei Monate schreibt die Vorsitzende dann den Mitgliedern und gibt die Infos weiter. Zuletzt hat sie Ostergrüße verschickt. „Die Mitglieder freuen sich, wenn sie etwas hören.“ Jeder habe aber auch Verständnis, dass gerade sonst nicht viel möglich ist.

Ansonsten gratuliert der Vorstand zu runden Geburtstagen. „Aber das ist sehr unpersönlich, man kann ja nur anrufen und das Geschenk in den Briefkasten werfen.“ Ab und zu sehe man sich einmal auf der Straße. „Aber das hat abgenommen, manche gehen wenig raus.“

Quiz per Video

Heather Perrott, die Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins in Bognor Regis, organisiert regelmäßig Videokonferenzen. „Dort tauschen wir drei Vereine uns miteinander aus.“ Auch ein Quiz soll per Videokonferenz veranstaltet werden. „Die Engländer sind uns technisch voraus, dort sind fast alle in der Lage, Zoom zu nutzen“, lacht Bartl.

Es sei wichtig, in Verbindung zu bleiben. „Aber auch bei uns zieht sich keiner zurück, alle warten darauf, dass es weiter geht.“ Die Arbeit im Verein sei für viele auch ein Stück Kultur. „Natürlich hat man sich irgendwie mit der Situation abgefunden. Aber wir sind auch ungeduldig.“

Im September soll eigentlich ein Städtepartnerschaftstreffen in Weil am Rhein stattfinden. Ob das klappt, ist allerdings noch nicht klar. Der Weiler Vorstand wolle sich Mitte April beraten. „Ich denke eher nicht, dass das etwas wird. Wir werden wohl bis nächstes Jahr warten müssen“, meint die Vorsitzende aus Trebbin. Das letzte Zusammentreffen vor Corona war am 15. März 2020, anlässlich von 30 Jahren Städtepartnerschaft. „Im Oktober davor haben wir unsere traditionelle Theaterfahrt unternommen, es ging nach Halle. Wir waren uns alle einig, dass es gut war, dass wir dieses Erlebnis noch hatten“, sagt Bartl rückblickend.

Es wird Mut gefasst

In puncto Todesfälle sei Trebbin glücklicherweise bislang glimpflich davongekommen. Die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis Teltow-Fläming lag laut Bartl am Donnerstag bei 116. „Das ist nicht niedrig.“ Auch dort haben die Hausärzte diese Woche mit dem Impfen begonnen, in Luckenwalde steht ein Kreisimpfzentrum zur Verfügung. „Es wird etwas Mut gefasst“, weiß Bartl.

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