„40 Jahre Sozialstation Josefshaus Weil am Rhein bedeuten 40 Jahre Dienst am Menschen“, sagte Geschäftsführer Erich Schwär beim Festakt zum 40-jährigen Bestehen der Katholischen Sozialstation Weil am Rhein am Donnerstagabend im Paulussaal der katholischen Kirchengemeinde St. Peter und Paul.

Weil am Rhein. Dabei nannte er das Jubiläum einen „würdigen Anlass“, um einmal zurückzuschauen und zu feiern. Die Katholische Sozialstation habe einen großen Wandel erlebt vom kirchlichen Krankenpfleger hin zu einem modernen Dienstleister, führte Schwär aus. Dabei seien vielfältige neue Dienste hinzu gekommen, das christliche Leitbild jedoch – in dem der Mensch im Mittelpunkt des Handelns steht – konstant geblieben. Deshalb „können wir mit Stolz und Demut auf das Geleistete zurückblicken“.

Für die Zukunft sieht der Geschäftsführer die Sozialstation vor großen Herausforderungen stehen: Steige doch der Bedarf nach Pflege stetig, während die Zahl der Fachkräfte eher abnehme. Um dem entgegenzuwirken, setze die Katholische Sozialstation auf ihre eigene Ausbildung, erklärte Schwär. Zudem sieht er sie mit neuem Erkennungsbild und Leitspruch für die Zukunft „gut aufgestellt“.

Hermann Flensberg, Vorsitzender der Katholischen Sozialstation, gab weiterhin einen Einblick in den „Lebensweg“ der Einrichtung. Dabei verwies er unter anderem auf die erste Krankenpflegestation auf der Leopoldshöhe, die Ende der 1920er Jahre mit Unterstützung des zuvor gegründeten Elisabethenvereins ins Leben gerufen worden war. Im November 1976 wurde daraus die „Zentrale Krankenpflegestation Weil am Rhein“ und wenig später durch eine Kooperation mit der evangelischen Diakonie die „Kirchliche Sozialstation Weil/Vorderes Kandertal“.

Nach dem Ende der Zusammenarbeit wurde die Einrichtung erneut umbenannt und erhielt ihren aktuellen Namen. Flensberg nannte außerdem ein paar Zahlen, die die Entwicklung der Katholischen Sozialstation verdeutlichen: Während 1976 noch 170 Klienten pro Jahr bei rund 6000 Hausbesuchen und einem Etat von 65 000 Mark versorgt wurden, sind es heute 560 Klienten pro Jahr bei 80 000 Hausbesuchen und einem Etat von rund zwei Millionen Euro.

Glückwünsche und Grußworte überbrachten außerdem Dekan und Pfarrer Gerd Möller von der Katholischen Kirchengemeinde Weil am Rhein, Bürgermeister Christoph Huber, Robert Müller von der Stabsstelle Altenhilfe im Landratsamt Lörrach sowie Helmut Gnädig, Abteilungsleiter Altenhilfe des Caritasverbandes für die Erzdiözese Freiburg.

Darüber hinaus referierte Professorin Cornelia Kricheldorff von der Katholischen Hochschule Freiburg über das Thema „Alter und Pflege – Herausforderungen und Perspektiven“. Dabei zeigte sie Prognosen zur demografischen Entwicklung auf und nannte Möglichkeiten, um einerseits der zu erwartenden Zunahme an pflegebedürftigen Menschen und andererseits dem steigenden Fachkräftemangel gerecht zu werden.

Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Big-Band der Musikschule unter der Leitung von Christian Leitherer.