Weil am Rhein Mögliche Brutstätten entfernen

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Weil am Rhein (wz/ilz) - Die Asiatische Tigermücke sticht auch in Weil am Rhein zu: Und so wird dem aggressiven Insekt aus Südostasien auch in diesem Jahr der Kampf angesagt. Es werden erneut Maßnahmen ergriffen, um die Tigermücke einzudämmen beziehungsweise zu eliminieren. Die Koordination im Rathaus hat am 1. Mai Diplom-Biologin Petra Koops als wissenschaftliche Mitarbeiterin übernommen. Sie folgt auf Dr. Manuel Striegel.

„Eine Tigermücke passt auf ein Zwei-Cent-Stück inklusive der Flügel und Beine. Sie hat schwarz-weiß gestreifte Beine, das ist klar und kontrastreich erkennbar, und sie hat einen weißen Strich auf dem Kopf“, legt Koops dar.

Bekämpfungsintervall erweitern

In diesem Jahr ist geplant, die Gebiete auf Weiler Gemarkung großräumiger abzustecken und dafür das Bekämpfungsintervall zu erweitern. „Dazu sind wir aber auf die Unterstützung der Bevölkerung angewiesen. Diese Maßnahme hat nur dann Erfolg, wenn die Brutstätten-Bekämpfung auf Privatgrundstücken von den Bürgern selbst erfolgt“, sagt ­Koops.

„Wichtig ist, dass unnötige Wasserstellen in Gärten oder auf Balkonen beseitigt und Geräte unter ein Dach oder – noch besser – in den Keller gebracht werden“, erklärt die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stadt.

Die Tigermücke nutzt nämlich für die Eiablage vorwiegend kleine Gefäße, wie Blumenuntersetzer, Gießkannen oder auch verstopfte Regenrinnen, Regentonnen oder andere Utensilien, in denen sich das Wasser sammelt. Kurzum: „Es darf nichts stehen gelassen werden, in dem sich das Wasser sammeln kann.“

Regentonnen müssen abgedeckt werden,

Die Tonnen müssen abgedeckt werden, das sei „das A und O“, ergänzt Koops. Das könne mit Netzen geschehen, die man als Insektenschutz am Fenster anbringt, oder auch mit undurchlässigen Tüchern, die jedoch nicht das Wasser berühren dürfen. Behälter, in denen Eier oder Larven gesehen wurden, sollten gereinigt werden. „Wichtig ist, diese mit einer harten Bürste zu säubern und mit heißem Wasser auszuspülen. Das Abwasser sollte dann auf den Rasen und nicht in den Abfluss geschüttet werden“, sagt Koops.

Ab Ende der Woche werden die sechs Mitarbeiter der Bekämpfungskampagne bis in den Oktober hinein insgesamt zwölfmal die betroffenen Stadtteile und Straßenzüge aufsuchen und mithelfen, die Brutstätten zu beseitigen beziehungsweise die Bekämpfung vor Ort vorzunehmen, teilt die Stadt mit.

Bürger in den betroffenen Gebieten wurden mit einem Brief über das Thema Tigermücke informiert. Betroffene Haushalte können B.t.i.-Tabletten für die Wasserbrutstätten in den Außenanlagen im Rathaus bei der Polizeiabteilung abholen.

Stadt bittet um Mithilfe

Die Stadtverwaltung bittet die Weiler Bürger um tatkräftige Unterstützung. So sollten die Grundstücksbesitzer, den Mitarbeitern Zugang zu ihren Außenanlagen gewähren und Tigermückenfunde melden. Hierzu können aussagekräftige Bilder per E-Mail an tigermuecke@­weil-am-rhein.de geschickt oder die erschlagenen Mücken (mit Tesa fixiert) in einem Briefumschlag an das Rathaus Weil am Rhein mit dem Hinweis „Tigermücke“ gesendet oder dort eingeworfen werden.

Weil am Rhein. Das Tigermücken-Monitoring umfasste im Jahr 2021 in Weil am Rhein 14 Areale auf einer Fläche von insgesamt 74,4 Hektar. 100 Fallen verteilten sich auf ganz Friedlingen, die Leopoldstraße, Reblistraße, Hinterdorfstraße, Gartenstraße, Lustgarten und den Tüllinger Friedhof. Durchschnittlich kamen 1,34 Fallen auf einen Hektar. Gefunden wurden 2775 Brutstätten.

Tigermücke 2019 erstmals in Weil entdeckt

In Weil wurden erstmals im Jahr 2019 vermehrungsfähige Populationen der Asiatischen Tigermücke entdeckt. Seitdem laufen die Maßnahmen. Die Stadt als Ortspolizeibehörde ist für die erforderlichen Maßnahmen zur Bekämpfung des Insekts verantwortlich. Diese sind auch deshalb besonders wichtig, weil das Insekt gefährliche Krankheiten wie etwa das Denguefieber übertragen kann.

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