Weil am Rhein Musik, Sketche und Gesang sorgen für gute Laune

Der Weiler Seniorensommer wurde mit einem bunten Nachmittag eröffnet. Foto: (sc)

Weil am Rhein - Der Senioren-Sommer in Weil am Rhein beweist auch bei der 33. Auflage eine große Anziehungskraft: Beim Auftakt im katholischen Gemeindehaus der Kirchengemeinde St. Peter und Paul war der Saal komplett gefüllt.

Durch das Programm führten Carmen Olivieri und Sylvie Reese. Ihr besonderer Gruß galt Oberbürgermeister Wolfgang Dietz, Eveline Pruss und Christel Osswald von der Arbeiterwohlfahrt (AWO) sowie Christel Stauß, die fast ein Vierteljahrhundert die Seniorennachmittage organisiert hatte, sowie der Familie Domzoll. Dietz sprach der neuen „Doppelspitze“ Olivieri/Reese seinen Dank dafür aus, dass sie die Organisation der Seniorennachmittage übernommen haben. „Die gesellschaftlichen Ansprüche an andere werden immer höher“, sagte er. Daher sei das Engagement der Mitwirkenden am Programm des Senioren-Sommers in besonderer Weise zu würdigen.

Mit zünftigen Märschen, Evergreens und Ohrwürmern unterhielt die Stadtmusik Weil am Rhein die Gäste. Dirigent Kai Trimpin lud zu einer musikalische Reise in die Karibik und nach Afrika ein. Für die Darbietung gab es viel Applaus. Mit dem Badner Lied, bei dem kräftig mitgesungen wurde, gab die Stadtmusik eine Zugabe.

Programm vorgestellt

Anschließend stellte Susanne Maria Kraft, Leiterin des Sozialamts, das aktuelle Senioren-Sommerprogramm vor. Die Bürgerbeteiligung „60plus“ habe bei der Gestaltung wichtige Impulse gebracht. Dadurch wurden neue Ideen, wie beispielsweise eine WhatsApp-Schulung, Modellieren mit Knete oder ein Selbstverteidigungskurs für Senioren aufgenommen.

Den zweiten Teil des Nachmittages gestalteten die Zunftmeister der Narrenzunft Wiler Zipfel. Mit Humor und Witz, jedoch immer mit geradem Blick auf die Realität, trug Kurt Ruser seine Büttenrede vor. Beim Lied über Europa und die Regierung sangen die Besucher den Refrain kräftig mit. Mit dem Rat: „Un söt dir öbbis nümmi glinge, denk an Götz vo Berlichinge“ verabschiedete sich Ruser unter großem Beifall.

Zur Erheiterung trugen die Zunftmeister mit ihrem Sketch „Die Weiler Polizei“ bei. Polizisten und Räuber mit Stärken und Schwächen wurden glossiert, dazu ein beeindruckender schweizerischer Bürger, der seine Ansprüche auf einen freien Parkplatz anmeldete – die Bühnenspieler machten ihre Sache außerordentlich gut und der Auftritt brachte ihnen viel Beifall ein.

Singende Zunftmeister

Schließlich sangen die Zunftmeister für die Senioren alte Gassenhauer wie „Hallo kleines Fräulein, haben Sie heut Zeit?“ Und beim Lied des unvergessenen Theo Lingen sang der ganze Saal lauthals „Haben Sie nicht, haben Sie nicht, haben Sie nicht ’ne Frau für mich?“ mit.

Ein schöner, unterhaltsamer Nachmittag sei das gewesen, waren sich die Gäste einig. Einzig dass die Klimaanlage nicht funktioniert hatte, sei angesichts der Nachmittagshitze ein Wermutstropfen gewesen, stellten die Besucher fest.

Zum Wohlbefinden trugen die Zunftmeisterfrauen mit Kaffee und selbst gebackenen Kuchen bei.

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