Weil am Rhein Musizieren für den guten Zweck

Die Bond’s Big Band hat im Kesselhaus ein Konzert für den guten Zweck gegeben. Foto: Regine Ounas-Kräusel Foto: Weiler Zeitung

Es war ein höchst anregender Abend und ein finanzieller Erfolg für die Wärmestube in Weil: Die Bond’s Big Band spielte am Samstag im voll besetzten Saal des Kesselhauses ein Benefizkonzert für die Einrichtung. Die Vorsitzende des Vereins „Hilfe für Wohnsitzlose“, Christel Stauß, freute sich über einen Erlös von 1100 Euro. Der Lions-Club Weil am Rhein hatte das Konzert organisiert.

Von Regine Ounas-Kräusel

Weil am Rhein. Süffig, packend und mit ansteckender Begeisterung spielte die junge Band unter Leitung von Christian Leitherer Klassiker aus Swing, Latin und Filmmusik.

Mit Drive und farbigem Zusammenspiel von Saxophonen und Trompeten präsentierten die Musiker etwa „In the Mood“ von Glenn Miller. Mit pulsierendem, sattem Samba begannen die Rhythmusgruppe und das melodische tiefe Bariton-Saxophon den Song „Oye como va“. Die übrigen Bläser improvisierten in lebhaftem, unbekümmertem Wechselspiel. Zupackend, mit langgedehntem Bläsersound spielte die Band die Filmmelodie aus der Krimiserie „Hawaii O Five“.

Zu den Höhepunkten des Konzerts gehörte das Medley mit Musik der amerikanischen Band „Earth, Wind and Fire“ und ihrer Bläsergruppe Phenix Horns.

Die Bond’s Big Band, von Leitherer vor Jahren gegründet, ist erwachsen geworden. Spontan wählten die jungen Musiker die Stücke für ihr Benefizkonzert aus ihrem großen Repertoire. Einige Bandmitglieder haben längst ein Studium begonnen und kamen für das Konzert zurück nach Weil.

Die Zuhörer revanchierten sich mit stürmischem Applaus und einer Spende für die gute Sache, wofür sich die Bond’s Big Band mit zwei Zugaben bedankte.

Großzügige Spenden

Der Verein „Hilfe für Wohnsitzlose“ kümmert sich seit 25 Jahren um obdachlose Menschen. Seit 23 Jahren betreibt er die Wärmestube am Rheinpark. Die Besucher bekommen dort ein warmes Mittagessen. Sie können sich duschen, Wäsche waschen und die Kleiderkammer nutzen. Sozialarbeiter Oliver Killmann leitet die Einrichtung. Die übrigen Helfer, auch Betroffene, arbeiten ehrenamtlich in der Wärmestube. Stauß freute sich über großzügige Spenden von Weiler Bürgern, Firmen und Vereinen. „Ich bin stolz, dass wir bei der Stadt noch nie die Hand aufhalten mussten“, sagte sie.

Sie empfinde es als große Ehre, dass die Bond’s Big Band und der Lions-Club sich für die Wärmestube einsetzen, sagte Stauß in der Konzertpause und berichtete, wofür ihr Verein aktuell Geld benötigt. Zum Mittagessen kämen täglich 20 bis 25 Menschen, darunter auch etliche Weiler Bürger, die eine Wohnung, aber nur wenig Geld hätten, erklärte sie. Die Kosten für die Mittagessen seien daher von 3000 auf 5000 Euro gestiegen. Der Verein benötige außerdem Reserven für unvorhergesehene Ausgaben, etwa wenn eine Waschmaschine kaputt geht. Außerdem müsse die Außenfassade des Gebäudes renoviert werden. Der Eingangsbereich soll umgestaltet werden, unter anderem mit einer Theke.

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