Weil am Rhein (dab). Nach der Feier zum 20-jährigen Bestehen des Vereins im vergangenen Jahr steht für das Familienzentrum Wunderfitz bereits das nächste Fest an: der Schülerhort feiert am 23. November das zehnjährige Bestehen.

„Für das Familienzentrum ist das ein weiterer Meilenstein, auf den man stolz sein kann“, sagt Geschäftsführerin Ingrid Weinmann. Der Hort, der seine Räumlichkeiten in der Karl-Tschamber-Schule hat, geht auf eine Elterninitiative um Thomas Haselwander, Andrea Löscher, Daniela Karstedt, Ute Becker, Maren Schurich und Annette Volk zurück und startete im September 2008 mit zehn Kindern. Im April 2009 wurde das Platzangebot um weitere zehn Kinder erweitert und im September 2009 nochmals um zehn Kinder.

30 Plätze pro Tag werden auch heute noch angeboten, wobei sich derzeit 38 Kinder die Plätze teilen, da die Möglichkeit besteht, den Hort auch nur an einzelnen Tagen zu besuchen. Geöffnet ist der Hort von Montag bis Freitag von 12 bis 17.45 Uhr. Der Ablauf sieht so aus, dass die Kinder direkt nach Schulschluss in den Hort kommen, gemeinsam das Mittagessen einnehmen und sich danach auf dem Schulhof an der frischen Luft aufhalten.

Um 14 Uhr findet ein Mittagstreff statt, bevor es an die Lernzeit und Hausaufgabenbetreuung geht. Um 15 Uhr steht ein Vesperbüffet bereit, und die Kinder können bis zur Abholung frei spielen oder an Aktivitäten teilnehmen. Betreut werden die Kinder von zwei Vollzeit-Facherzieherinnen und drei Teilzeitkräften. Das Mittagessen wird von einem Catering-Service geliefert. Bis heute lautet das Motto, „betreuen, nicht aufbewahren“ und einen Rahmen bieten, in dem individuell auf die Kinder eingegangen werden kann. „Wir wollen bewusst eine familienähnliche Situation im Hort haben, damit sich die Kinder wohlfühlen“, erklärt Bereichsleiterin Regina Goetz. Seit September dieses Jahres hat Laura Grosse die pädagogische Leitung des Horts inne.

Dankbar ist das Familienzentrum für die Unterstützung der Stadt Weil am Rhein und der Karl-Tschamber-Schule, sowie der Sparkassenstiftung zur Förderung der Jugend, die seinerzeit nicht nur eine Anschubfinanzierung gewährte, sondern auch verschiedene Projekte mit Spenden ermöglichte.

Finanziert wird der Hortbetrieb zu 70 Prozent aus Elternbeiträgen und zu 30 Prozent aus Zuschüssen. Vom Regierungspräsidium Freiburg wird ein jährlicher Zuschuss von 34 754 Euro bezahlt, der als Fixbetrag geregelt ist und nicht an die gestiegenen Ausgaben angepasst wird. In der Folge bedeutet dies, dass die Elternbeiträge laufend erhöht werden müssen, um die Teuerungen auszugleichen. Unterstützt wird der Hortbetrieb fortlaufend durch den Trägerverein, der die Infrastruktur für das Büro, Inventar und Verbrauchsmaterial stellt und bei Defiziten und Verzögerungen bei Zuschüssen einspringt.