Weil am Rhein Nachnutzer noch gesucht

Ab diesem Freitag bleibt die Filiale an der Ecke Hauptstraße und Danzigerstraße geschlossen. Foto: Marco Fraune

Weil am Rhein - Die Deutsche Bank verabschiedet sich in dieser Woche aus Weil am Rhein in Richtung Lörrach. Betroffen sind rund 6000 Kunden. Verwiesen werden diese an die dortige Filiale am Senser Platz oder auch auf das Online-Angebot. Noch ist unklar, wie der bisherige Standort genutzt wird.

Bereits seit fünf Monaten ist öffentlich bekannt, dass die Weiler Filiale an der Ecke Haupt- und Danzigerstraße schließt. Nur „vereinzelt“ hätten Kunden gekündigt, schildert ein Bank-Sprecher die bisherigen Rückmeldungen. „Ein Großteil der Kunden geht den Weg mit.“ Konkrete Angaben konnte er nicht machen.

Betroffen von der Schließung der Filiale sind sechs Mitarbeiter. Vier davon werden in die Lörracher Filiale integriert, zwei gehen zum Standort in Bad Säckingen.

„Die Zeiten für uns Banken haben sich geändert. Auch wir müssen unser Filialnetz neu ausrichten und diese Filiale schließen“, heißt es von Seiten der Bank als Information für die Kunden. Wie diese weiter Beratung und Bargeld bekommen, dazu wird auf eine Internetseite des Geldinstituts verwiesen sowie auf „eine neue Adresse“ der Filiale, die sich am Senser Platz in Lörrach in befindet.

In der Kreisstadt ist mit der Schöpflin-Stiftung auch der Eigentümer der Immobilie beheimatet. Die städtische Wohnbau Lörrach verwaltet das Gebäude in deren Auftrag. Konkret geht es für Ralf Mohring, Abteilungsleiter Kundenabteilung, darum, einen Nachnutzer für die 420 Quadratmeter nahe des Berliner Platzes in Weil am Rhein zu finden. „Wir sind in der Vermarktung.“ Die eine oder andere Nachfrage habe es bereits gegeben, eine konkrete Nachnutzung stehe aber noch nicht fest.

Parallel dazu laufen auch die Verhandlungen mit dem bisherigen Mieter, der Deutschen Bank. Denn noch wurde das Mietverhältnis nicht gekündigt, erklärt Mohring im Gespräch mit unserer Zeitung. Über die Mietdauer will er öffentlich keine Aussage machen. Momentan befinde man sich mit dem Geldinstitut in der „Abwicklungsphase“. Heißt: Verhandlungen zwischen Mieter und Vermieter laufen, unter welchen Konditionen das Mietverhältnis früher aufgelöst werden kann.

Teil dieser Verhandlungen ist auch, ob noch ein SB-Terminal der Deutschen Bank in der dann früheren Filiale verbleibt. Mohring: „Hierzu sind wir noch im Gespräch.“ Klar sei, dass dazu noch einiges umgebaut werden muss. Ziel ist laut einem Sprecher der Deutschen Bank, eine Selbstbedienungszone zu erhalten. „Wir erarbeiten noch ein Konzept.“ Bis auf weiteres bleibe der SB-Bereich.

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