Weil am Rhein Neuanfang mit einem Mundartstück

Die Akteure der Brezelstädter Laienbühne mit ihrem Regisseur Reinhard Greßlin (vorne). Foto: Adrian Steineck

Weil am Rhein - „Alle auf die Plätze. Es geht los.“ Auf Reinhard Greßlins Ansage hin begeben sich alle Akteure hinter den Bühnenvorhang, der sich kurz darauf öffnet und den Blick auf eine unordentlich wirkende Szenerie freigibt. Willkommen im Haushalt der Eheleute Dreier, den Hugo Dreier seit seinem Stellenverlust mehr schlecht als recht selbst schmeißen muss.

Das ist die Ausgangssituation der Komödie „Alles kei Problem“, mit der das Ensemble der Brezelstädter Laienbühne nach mehrjähriger Unterbrechung auf die Bühne des Theaters am Mühlenrain (TAM) zurückkehrt. Derzeit laufen die Proben für das Stück der Kanderner Theatergruppe, das am Samstag Premiere feiert. „Mittwoch Hauptprobe, Donnerstag Generalprobe, Freitag Entspannung, Samstag nahezu ausverkauftes Haus“, nennt Regisseur Reinhard Greßlin die Vorgabe für die nächsten Tage.

In der Tat gibt es für die erste Aufführung im TAM nur noch wenige Restkarten. Für andere Abende aber sind noch einige Plätze verfügbar. Insgesamt wird das Stück an den Wochenenden bis zum 24. November zehnmal in Weil am Rhein gespielt.

Über den guten Vorverkauf freuen sich die zehn Akteure umso mehr, als das Stück für die Anfang der 1960er-Jahre gegründete Brezelstädter Laienbühne eine Art Neubeginn darstellt. „Im Jahr 2015 haben wir uns vorläufig von unserem Publikum verabschiedet, zwei Jahre später spielten wir dann wieder im TAM, und jetzt hatten wir wieder eine Pause“, erinnert sich Greßlin. Von der derzeitigen Zusammensetzung des Ensembles ist der Regisseur sehr angetan: „Wir haben eine tolle Gruppe“, freut er sich.

Grund für die Pause war der Ausfall einiger der Darsteller. Denn: Wie der Name Brezelstädter Laienbühne sagt, handelt es sich um Hobbyschauspieler, die einem anderen Beruf nachgehen.

Erstmals wird auf alemannisch gespielt

Drei Akteure geben in dem Stück des Schweizer Bühnenautors Armin Vollenweider ihr Theaterdebüt. Zu ihnen gehört auch Erich Preis, der mit dem „Hausmann“ Hugo Dreier eine der Hauptrollen spielt. „So gemein waren die zu mir“, schmunzelt er. Brigitte Pankratz, die im Stück Hugos Ehefrau Susi darstellt, freut sich über die gute Kameradschaft.

Erstmals spielt die Brezelstädter Laienbühne auf alemannisch. Das turbulente Geschehen, das durch Hugo Dreiers Nebenbuhler Rolf Kraut (Kevin Schurek), den lebenslustigen Pfarrer Franz Engeler (Sebastian Lenz) und die Sprichwörter verdrehende Haushälterin Berta Pfändler (Nadja Lenz) Tempo und Würze erhält, lebt vom Dialogwitz. „Ich muss mir keine Mühe geben, du machst mir genug davon“, sagt Dreier etwa zu seiner Frau, was diese mit den Worten „Männer sind wie eine Sparbüchse: Je weniger darin ist, desto lauter klappern sie“ kontert. Regisseur Greßlin hofft derweil, dass der Neuanfang für das Ensemble dauerhaft gelingt: „Wir packen das.“ „Alles kei Problem“ wird ab Samstag, 2. November, im TAM gespielt. Karten gibt es unter www.tickdo.de. Nähere Informationen werden unter Tel. 07631 / 70 59 340 gegeben.

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