Weil am Rhein Neubau für junge Friedlinger

Von Marco Fraune

Die Politik steht hinter der Plänen der Stadt: Der Neubau einer Kindertageseinrichtung und eines Jugendzentrums in Friedlingen soll vorangetrieben werden. Nicht nur Kinder und Jugendliche könnten damit künftig ein neues Domizil erhalten, sondern auch der DRK-Ortsverein. Ebenso an die Fußballer wird gedacht.

Weil am Rhein. Die neue Kindertagesstätte für bis zu 120 Jungen und Mädchen sowie ein größeres Jugendzentrum sind an der Ecke Blauenstraße/Tullastraße vorgesehen (wir berichteten). Vorbild soll das Juno in Haltingen sein, wo positive Erfahrungen mit der Unterbringung der Einrichtungen unter einem Dach gesammelt wurden. Daher trägt das Vorhaben den Arbeitstitel „Juno II“. Einstimmig grünes Licht haben der Bau- und Umweltausschuss sowie der Kultur, Sport- und Verwaltungsausschuss in einer gemeinsamen Sitzung am Dienstagabend gegeben.

Bedarf aufgezeigt

Im Weiler Stadtteil mit der durchschnittlich jüngsten Bevölkerung gibt es einen Fehlbedarf an Kindergartenplätzen – zweieinhalb Gruppen. Auch ist der dreigruppige Kindergarten Bärenfels an der Riedlistraße in einem alten Schulgebäude untergebracht, das für viel Geld saniert werden müsste, um es auf den aktuellen Stand zu bringen. „La Loona hat im Laufe der Jahre gelitten“, zeigte Erster Bürgermeister Christoph Huber auch für das daneben stehende Gebäude den Bedarf auf. Hinzu komme, dass dieses zu klein dimensioniert sei.

Mehr in Richtung Rhein

Als Areal für „Juno II“ ist die Nutzung des Asche- und Tennenplatzes an der Tulla-straße/Blauenstraße vorgesehen, wo es in der näheren Umgebung viele Wohnungen gibt und damit potenzielle Nutzer. Für die daneben liegende Fläche, die beim Tram-Bau als Baustellenfläche genutzt wurde, gibt es laut Huber zudem „noch Entwicklungspotenzial“.

Ideenwettbewerb

Bei der Suche nach der besten Lösung wird auf eine Mehrfachbeauftragung gesetzt. Mindestens drei geeignete Architekturbüros soll die Verwaltung mit der Vorplanung für eine sechs- bis siebengruppige Kita und einem Jugendzentrum beauftragen. In der Bewertungskommission sollen auch ein Vertreter des Unternehmens Endress+Hauser, das Kita-Belegplätze wünscht, sowie ein Vertreter des Vereins Bosporus FC Friedlingen dabei sein. Ziel sei, etwa im Frühjahr ein Büro auszuwählen, das beauftragt wird.

Fläche für Bolzplatz

Eine Umgestaltung der Sportanlagen geht mit den Neubauplänen aber auch einher, um weiterhin vergleichbare Trainingsmöglichkeiten anzubieten. Angesichts der Größe des Areals sieht Huber genug Plätz, einen Bolzplatz oder ähnliches zu verwirklichen. Der Politik ist es wichtig, den Friedlinger Fußballclub hier zu beachten.

DRK und Verkauf

Der im Kindergarten-Gebäude ebenfalls beheimatete DRK-Ortsverein könnte laut Christoph Huber zudem zum Sägischopf nach Haltingen umgesiedelt werden. Diese Überlegung wurde von den Ausschüssen als sinnvolle Alternative begrüßt.

Auf dem bisher von der Kita, dem DRK und dem Jugendzentrum genutzten Areal an der Riedlistraße könnte Wohnbebauung entstehen, so der Plan.

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