Weil am Rhein Neue Nahrungsgrundlage für die Wildbienen

Haben das Nahrungsangebot für die Wildbienen vor einem Jahr erweitert (v.l.): Gärtnermeister Wolfgang Sprich aus Kandern, Otto Imgrund und Hermann Künzig vom Schwarzwaldverein Weil am Rhein sowie Astrid Deek vom Trinationalen Umweltzentrum. Foto: Marco Fraune

Weil am Rhein - Das Erfolgsprojekt „Biene Maja hat Hunger“ soll weiter Früchte tragen. Der langjährige Schwarzwaldvereins-Vorsitzende Hermann Künzig, Initiator und Triebfeder des Vorhabens, will gemeinsam mit seinen Mitstreitern die Nahrungsgrundlage für Bienen und auch Vögel erweitern. Das hat er bei der Jahreshauptversammlung des Trinationalen Umweltzentrums (Truz) unterstrichen, das bei der Aktion ebenfalls mit im Boot war.

Auf einer von der Stadt zur Verfügung gestellten Wiese am Tüllinger sind vor einem Jahr 30 000 kleine Pflanzen eingesetzt worden, die aus Wildblumensamen gezüchtet wurden. Dabei ging es den Aktiven des Schwarzwaldvereins, dem Truz und Gärtnermeister Wolfgang Sprich aus Kandern nicht nur darum, den Hunger der Wildbienen zu stillen, sondern auch insgesamt eine bessere Nahrungsgrundlage zu schaffen. „Bienen, Pflanzen und Vögel brauchen Insekten, doch dieser Kreislauf ist gestört“, erinnerte Künzig bei der Versammlung. Und die Wiese soll zumindest etwas Abhilfe schaffen – auch mit der nektarreichen Blumenwiese, deren Pflanzen es zu 70 Prozent auch über den trockenen Sommer geschafft haben, freute sich Künzig. Und: Als Anerkennung für das Engagement errangen die Ehrenamtlichen den vierten Platz beim Pflanzwettbewerb „Wir tun etwas für Bienen“.

Die Hände in den Schoß zu legen, ist aber nicht die Sache von Künzig. So ist vor kurzem nun damit begonnen worden, zirka 600 Tüten mit Blumensamen grenzüberschreitend zu verteilen. Ziel ist wiederum, Wildbienen, Hummeln und Schmetterlingen eine Nahrungsgrundlage zu schaffen, da dies mit Geranien & Co. nicht der Fall ist. In den selbst hergestellten rautenförmigen Tütchen befinden sich Samen regionaler Wildblumenarten wie Mandelröschen, Natternkopf, Schlafmützchen oder auch von wildem Majoran.

Außerdem kann mit Unterstützung der Stadt in Person von Erster Bürgermeister Christoph Huber, der zugleich Truz-Vorsitzender ist, eine zirka 600 Quadratmeter große Freifläche auf dem Weiler Friedhof bepflanzt werden. In den nächsten 14 Tagen soll die Wildblumensaat stattfinden, kündigte Künzig an.

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