Weil am Rhein Neues Jugendparlament gewählt

Weil am Rhein - Im April kann ein neues Jugendparlament (JuPa) an den Start gehen. In dieser Woche fanden an zwei Tagen die Wahlen für das 18-köpfige Gremium statt. 26 Kandidaten haben sich aufstellen lassen.

„Wir freuen uns, dass Jugendliche von allen Weiler Schulen in dem neuen Parlament vertreten sein werden“, betont Remo Schamberger, Mitarbeiter der Abteilung Soziales, Schulen und Sport im Rathaus und Koordinator der Wahlen. Stimmenkönig ist Ali Fistik vom Kant-Gymnasium, der insgesamt 307 Stimmen für sich verbuchen konnte.

Im nächsten Schritt müssen die 18 Kandidaten mit den meisten Stimmen ihre Wahl erst einmal annehmen. Dafür werden alle angeschrieben, erklärt Schamberger. Erst dann kann die konstituierende Sitzung einberufen werden, die für Anfang April angesetzt ist. Bevor es richtig losgeht, wird an einem Einführungswochenende ausführlich erklärt, wie die Abläufe funktionieren.

Von den 1988 stimmberechtigten Jugendlichen sind 292 am Montag und Dienstag zum Wählen an die Urnen in den Schulen und im Jugendcafé gegangen. Das macht eine Wahlbeteiligung von knapp 15 Prozent aus. Bei der letzten Wahl vor zwei Jahren lag diese bei 16 Prozent.

Belangen gerecht werden

Wahlberechtigt sind alle Jugendlichen zwischen 14 und 20 Jahren, die seit mindestens sechs Monaten in Weil am Rhein wohnen. Aufstellen lassen können sich jedoch auch diejenigen, die in der Stadt eine Schule besuchen oder eine Ausbildung absolvieren.

„Wir arbeiten stetig daran, das Interesse der jungen Leute für ihre Chance an der Mitwirkung im Stadtgeschehen wahrzunehmen“, so Remo Schamberger. „Das Jugendparlament ist uns als kinderfreundliche Kommune wichtig“, betont auch Susanne Maria Kraft, Leiterin der Abteilung für Soziales, Jugend und Sport. Man brauche die Perspektive der Jungen, um auch ihren Belangen gerecht werden zu können.

Seit 25 Jahren gibt es in Weil am Rhein ein Jugendparlament. Das JuPa hat eigene Themen und Projekte, je nachdem was die Mitglieder sich selbst auf die Agenda setzen, und sogar einen eigenen Etat mit Geld, über den sie entscheiden. In der Vergangenheit wurden beispielsweise der Nachtsport initiiert oder die Treff- und Infobox im Rheinpark. Genauso wichtig ist ihre Meinung zu Themen der Stadtpolitik, die dem Gemeinderat bei seinen Entscheidungen helfen kann. So bei der Planung für die Rheinparkerweiterung oder für das „Juno II“ in Friedlingen, wo Vertreter des Jugendparlaments zur Planungskommission gehörten. Übrigens haben die JuPa-Vertreter Rederecht im Gemeinderat, während umgekehrt jede Fraktion einen Vertreter zu den öffentlichen Sitzungen der Jugendlichen schicken kann.

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