Weil am Rhein-OB-Wahl Diana Stöcker: „Ich war tief gerührt“

Beatrice Ehrlich
Überwältigt war Diana Stöcker nach eigener Aussage von dem eindeutigen Wahlergebnis. Foto: Daniel Hengst

Die neue Oberbürgermeisterin beantwortet am Tag nach der Wahl die Fragen unserer Zeitung.

Wie der Wahltag für sie war und wie es jetzt weitergeht, berichtet Wahlsiegerin Diana Stöcker im Interview.

Die Stimmauszählung am Sonntag erfolgte in Windeseile. Wann stand für Sie fest, dass Sie es im ersten Durchgang schaffen würden, zur Oberbürgermeisterin gewählt zu werden?

Richtig realisiert habe ich es tatsächlich erst kurz vor dem Ende der Auszählung. Ich war tief gerührt von dem großen Vertrauen der Wählerinnen und Wähler und habe mit den Tränen kämpfen müssen.

Wie haben Sie den Empfang im Sitzungssaal im Rathaus empfunden?

Heiter und gelöst, eine tolle Stimmung, jeder hat die Möglichkeit genutzt, sich zum Wahlkampf, dem Ergebnis und allem anderen auszutauschen. Die Stadtmusik hat auch gleich gespielt und das hat sicherlich zur Stimmung beigetragen.

Wie geht es nun in den kommenden Wochen für Sie weiter?

Die kommenden drei Monate bin ich weiterhin als Bundestagsabgeordnete im Einsatz und werde mein Mandat wahrnehmen und meine geplanten Vorhaben umsetzen. Kommenden Montag ist auch wieder Plenarwoche in Berlin.

Wann geben Sie Ihr Bundestagsmandat ab, und wer folgt auf Sie?

Mein Mandat endet mit der Übergabe des Amtes von Oberbürgermeister Dietz am 31. Mai und meiner Vereidigung als neue Oberbürgermeisterin von Weil am Rhein. Ich starte also zum 1. Juni. Nachrücker auf der Liste der CDU Baden-Württemberg ist Ingo Wellenreuther. Ein Gesprächstermin ist für heute (Montag, d. Red.) Abend vereinbart. Ob er das Mandat annimmt, kann ich aktuell nicht sagen.

Was bedeutet Ihnen diese Wahl?

Dieses Wahlergebnis ist ein großer Vertrauensbeweis der Bürgerinnen und Bürger und auch Auftrag, den ich mit hohem Verantwortungsbewusstsein annehme! Die Wahl und der hohe Zuspruch berührt mich auch emotional sehr. Ich spüre eine große Dankbarkeit für die großartige Unterstützung.

Sie haben einen intensiven Wahlkampf geführt. Was waren die anstrengendsten Momente und welches die schönsten?

Ich habe so viele spannende, interessante, anregende und ermutigende Begegnungen im Wahlkampf in Weil am Rhein erleben dürfen. Es wäre zu kurz gegriffen, einen besonders herauszuheben.

Der anstrengendste Moment war tatsächlich die offizielle Kandidatenvorstellung und meine Rede im Rathaus. Ich habe im Bundestag und auch zu vielen anderen Anlässen bereits Reden gehalten. Aber vor 450 Menschen darzulegen, was meine Pläne und Herzensanliegen für ihre Stadt sind, wer ich bin und welche Kompetenzen ich für dieses herausfordernde Aufgabe mitbringe, ist doch noch mal etwas ganz persönliches und bedeutendes.

Worauf freuen Sie sich in Ihrem neuen Amt besonders?

Auf die Nähe zu den Menschen in der Stadt und in der Stadtverwaltung. Darauf, gemeinsam die Themen anzugehen sowie Dinge umzusetzen und zu sehen, dass Pläne konkret realisiert werden.

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