Weil am Rhein Obstbäume erinnern an die alte Wiese

Die Grünanlage wird fortgeführt. Foto: zVg

Weil am Rhein -  Bis zu einer Höhe von 280 000 Euro: Der Bau- und Umweltausschuss hat die Baufreigabe für die Außenanlagen und Freiflächen für die Weiterführung der Grünanlage August-Bauer-Straße erteilt. Lediglich SPD-Stadtrat Johannes Foege stimmte dagegen, da er an seiner Ansicht nach zu viel versiegelter Fläche Anstoß nahm.

Auf dem Grundstück vor der neuen Bebauung durch die Städtische Wohnbau soll eine Grünanlage als Wegeverbindung und Lückenschluss der Außenanlagen der beiden Gebäude entstehen. Die Gestaltung lehnt sich laut Stadtbauamtsleiter Christian Renner an die ehemaligen Streuobstwiesen an, wobei es einen lockeren Baumbestand mit Wiesenelementen geben soll.

„Dadurch wird ein qualitativ hochwertiger Grünraum entwickelt, der sich künftig bis zur Römerstraße, beginnend an der Leimgrubenstraße, erstrecken wird und somit die Verbindung zwischen den bestehenden Wohnquartieren und den neuen Wohngebäuden zum Tüllinger Berg schafft“, beschrieb Renner.

Foege kritisiert versiegelte Flächen

Anstoß nahm Foege an den Parkplätzen, die nicht mehr dem Zeitgeist entsprächen, Stichwort: Klimafreundlichkeit. Das Land setze ganz klar auf eine Entsiegelung von Flächen. Hier komme es hingegen zu einer weiteren Versiegelung. „Das kann nicht der Stand des Jahres 2021 sein.“

Grünplaner Stephan Fischer verwies hingegen auf das benachbarte „Haus der kleinen Stühle“, womit sich eine Weiterführung ergeben würde. Es handele sich um eine Vollendung der früheren Planung. Außerdem handelt es sich laut Renner nicht um eine zusätzliche Versiegelung, sondern um eine Wiederherstellung der alten Parkflächen sowie um eine Umfeldgestaltung.

Für die Zukunft sei klar, dass die neuen Bauvorgaben hinsichtlich wenig versiegelter Flächen Berücksichtigung finden müssten.

Ob das Obst einfach von Bürgern gepflückt werden kann, wollte Elke Gründler- Lindow (UFW) wissen. Grünplaner Fischer verwies hier auf die Möglichkeiten, mit der Stadt entsprechende Baum-Mietverträge einzugehen, womit ein Abernten dann möglich wäre.

Dies käme dann aber für die Äpfel, weniger für andere Bäume wie die Mispel infrage. Jürgen Walliser (FDP) brachte zugleich die zwei Optionen Halb- oder Hochstämme ins Gespräch.

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