Weil am Rhein Orte, die etwas abseits der Wahrnehmung liegen

Bei der Stadtführung wurde Friedlingen erkundet. Foto: Daniela Buch Foto: Weiler Zeitung

Weil am Rhein (dab). Trotz des Dauerregens begleitete eine stattliche Anzahl von zwei Dutzend Teilnehmern Stadtführerin Rena Hadji-Cheykh auf ihrem Rundgang. Das „jüngere Friedlingen“ und Orte, die etwas versteckt und abseits der Wahrnehmung liegen, hatte sie sich zum Thema gemacht.

„Friedlingen ist von der Altersstruktur her tatsächlich der jüngste Stadtteil von Weil am Rhein“, berichtete sie. Das Durchschnittsalter der Friedlinger Bevölkerung liege bei 38 Jahren, in den übrigen Stadtteilen bei über 40 Jahren.

Von der Rheinschule ging es zur „Raumfabrik“ an der Riedlistraße, ein modernes Ateliergebäude, das die heute weltbekannten Architekten Herzog und De Meuron 1980 als erste Auftragsarbeit nach ihrem Studienabschluss realisierten. Im Kellergeschoss des Textilmuseums auf dem Areal des Kulturzentrums haben junge Musikgruppen einen Probenraum für sich. Gegenüber verbergen sich die hohen, hellen, verspiegelten Räume der Tanzschule Cyranek-Schmidt, eines der vielen Beispiele für die gelungene Umnutzung der ehemaligen Fabrikhallen der Textilindustrie auf dem Schwarzenbach-Areal.

Der Abstecher zur Hauptstraße eröffnete den Spaziergängern einen Eindruck von zugestellten und möblierten Gehwegen und der rollenden Verkehrslawine der Einkaufstouristen samt kilometerlangen Rückstaus. Ein Blickfang an der Fassade des früheren Gasthauses Rothberger Schloss war das Modell des „Hill House Stuhl“ von Charles Rennie Mackintosh. Endpunkt des Rundgangs waren die Rio-Säulen der Autobahnbrücke, die 1994 von den Künstlern Andrea Brombacher und Claudio Francia bemalt wurden, bezugnehmend auf die Rio-Konferenz mit Klimaveränderung, Umweltproblematik und globaler Entwicklung.

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