Weil am Rhein Prächtige weihnachtliche Lobgesänge

Als große Singgemeinschaft mit Bläserbegleitung gestalteten der Männerchor Ötlingen und die Chorale Sainte-Cécile de Bartenheim unter ihrem gemeinsamen Dirigenten Markus Bertelsmann das glanzvolle Finale des Abschlusskonzerts des Ötlinger Gesangvereins-Jubiläums. Foto: Walter Bronner

Weil am Rhein-Ötlingen - „Es war ein schönes Jahr mit viel Chorgesang“, resümierte Vorsitzender Joachim Buck in seiner Rückbetrachtung auf die zahlreichen Konzerte im Rahmen des 175-Jahrjubiläums des Gesangvereins „Eintracht“ Ötlingen. Und Pfarrerin Bertina Müller bedankte sich mit einer Notenspende dafür, dass etliche dieser musikalischen Anlässe in ihrer Kirche zu hören waren.

Instrumentale Einlagen

So auch dieses Abschlusskonzert am frühen Sonntagabend, das durch die Mitwirkung der Chorale Sainte-Cécile aus dem elsässischen Bartenheim eine besondere Note erhielt. Der Chor teilt sich seit Jahren mit dem Ötlinger Jubiläumsverein den Dirigenten Markus Bertelsmann. Dieser hatte zudem wieder das Bläserquartett „Querblech­ein“ engagiert, das hier schon eines der vergangenen Konzerte mitgestaltete und diesmal erneut mit instrumentalen Einlagen erfreute sowie etliche Chorvorträge begleitete.

So zunächst die Advents-Hymne „Öffnet die Tore“, eine Weise aus dem Liederschatz der Jesus-Bruderschaft Gnadenthal, mit der die Ötlinger Sänger die dicht gedrängt sitzende Hörergemeinde begrüßten.

Auslese geistlichen Liedguts

Das vom Dirigenten in mehrstimmigen Chorsatz transponierte walisische Weihnachtslied „Schmückt den Saal“ und die auf den Bahamas populäre Weihnachtsweise „Ein Stern strahlt in der dunklen Nacht“ sowie Bläservariationen über „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ bereicherten den ersten Teil der Vortragsfolge.

Auslese geistlichen Liedguts

Mit einer Auslese geistlichen Liedguts, das vermutlich zum ersten Mal in der St. Gallus-Kirche erklang, beeindruckten anschließend die hauptsächlich mit liturgischer Chormusik befassten Sängerinnen und Sänger aus Bartenheim. So mit „Cantate Domino“ des katalanischen Priesters Valentino Miserachs Grau sowie den Teilen Kyrie, Sanctus/Benedictus und Agnus Dei aus der „Messe brève“ von Joseph Noyon, einem hierzulande unbekannten und auch in seinem Heimatland Frankreich fast vergessenen Spätromantiker, der zu Lebzeiten (1888 – 1962) als Kirchenmusiker hoch angesehen war.

Die von Markus Bertelsmann vierstimmig gesetzte weihnachtliche Volksweise „Joie dans le monde“ (Freude in der Welt) und das feierliche orthodoxe Gebet „Tibie pajom“ (Wir singen Dir) von Dmitry Bortniansky waren weitere ergreifende Beispiele kultivierten Schöngesangs der französischen Gäste. Als Instrumentaleinlagen boten die Querbleich-Musiker zudem je ein Variationen-Stück über „Maria durch ein Dornwald ging“ und „O du fröhliche“.

Mit dem schwedischen Weihnachtslied „Jul, Jul, strålende Jul“ und Hermann Sonnets „Weihnachtsglocken“ leiteten die Gastgeber zum Finale über, das in Gemeinschaft aller Konzertbeteiligten mit den Jubelchören „Gelobt sei der da kommt“ und „Herbei o ihr Gläubigen“ (letzterer ebenfalls im Satz von Markus Bertelsmann und als Zugabe wiederholt) eine überwältigende Klangpracht entfaltete.

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