Weil am Rhein Ratsmitglieder fordern Verbindung

Ingmar Lorenz

Weil am Rhein-Haltingen - Auf Zustimmung, aber auch auf Kritik stießen die in der Sitzung des Haltinger Ortschaftsrats vorgestellten aktuellen Pläne der Heldelinger Unterführung. Besonders eine Verbindung für Fußgänger zwischen Heldelinger Straße und Dammstraße vermissten die Ratsmitglieder.

Ortsvorsteher Michael Gleßner stellte die aktuellen Pläne vor. Er betonte dabei, dass sowohl der kombinierte Fuß- und Radweg im Norden als auch der Fußweg im Süden in der Unterführung klar baulich von der Straße abgegrenzt werden. Die Straße in der Mitte wird gut einen Meter tiefer liegen als die beiden Wege an den Seiten. Diese werden mit Geländern zur Straße hin gesichert.

Im Bereich zwischen der Unterführung und der Kreuzung an der B3 sei geplant, im Süden einen Gehweg in Richtung Burgunderstraße nach oben zu führen, was auch eine direktere fußläufige Verbindung vom und zum Bahnhof bedeute.

Der Ortsvorsteher betonte darüber hinaus, dass die Unterführung barrierefrei passierbar sein wird.

Räte fordern Verbindung zur „Alten Post“

Jan Bautz (SPD) lobte mit Blick auf die Planung, dass die Belange der Radfahrer berücksichtigt werden und hob auch die Barrierefreiheit positiv hervor. Allerdings regte er unter anderem an, zu prüfen, ob der Weg, der im Süden zur Burgunderstraße ansteigen soll, auch von Radfahrern mitgenutzt werden könnte. Die direktere Verbindung – gerade auch Richtung Bahnhof – biete sich ganz einfach auch für Radfahrer an. Es sei deshalb davon auszugehen, dass Radfahrer den Weg benutzen werden, auch wenn dieser nur für Fußgänger gedacht sei. Folglich ergebe es Sinn, die Nutzung durch den Radverkehr gleich mit einzuplanen.

Ein Punkt, den Bautz zudem ansprach und der auch bei Ratsmitglied Axel Schiffmann (UFW) für heftige Kritik sorgte, war, dass in den vorliegenden Plänen keine ähnliche Verbindung im Norden zur „Alten Post“ ersichtlich war. Sollte eine solche Verbindung tatsächlich nicht vorgesehen sein, wäre das nicht akzeptabel, machte Schiffmann deutlich. „Wir brauchen an der Nordseite eine Verbindung zur Dammstraße“, so sein Plädoyer.

Der Ortschaftsrat hatte genau auf diesen Punkt bereits in der Vergangenheit hingewiesen. Es sei daher „absolut unverständlich“ sollte ein solcher Weg nun doch nicht geplant sein.

Rampe kaum umsetzbar, Treppe aber möglich

Wie Markus Rotzler, Leiter der Abteilung Verkehr und Tiefbau bei der Stadt Weil am Rhein, auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigt, sei in den Plänen tatsächlich keine Rampe zwischen der Heldelinger Straße und der Dammstraße verzeichnet. Ursprünglich war eine solche Verbindung zwar vorgesehen, allerdings habe sich bei genauerer Betrachtung gezeigt, dass man eine Rampe an der Nordseite nur mit großen Schwierigkeiten umsetzten könnte.

Das Problem sei, dass an der Nordseite die Böschung deutlich steiler als im Süden ansteige, wodurch es nur mit großem Aufwand möglich sei, eine barrierefreie Verbindung zwischen dem Gehweg an der Heldelinger Straße und der Dammstraße herzustellen. Eine solche Rampe sei daher in den aktuellen Plänen nicht mehr vorgesehen.

Zugleich aber betont Rotzler, dass die Notwendigkeit einer fußläufigen Verbindung an der Nordböschung offenbar gegeben sei. Die Trampelpfade im betreffenden Bereich sprechen für sich. Deshalb werde auch geprüft, ob statt einer Rampe gegebenenfalls eine Treppe angelegt werden könnte. Genau das hatte auch Schiffmann in der Sitzung des Ortschaftsrats angeregt.

Wie Rotzler darlegt, sei eine Treppe einfacher umsetzbar. Und barrierefrei sei die Dammstraße über den Gehweg, der an der Heldelinger Straße entlang Richtung B3 führt, trotzdem erreichbar. „Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir die Pläne in diese Richtung nachbessern werden.“

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