Weil am Rhein Kitas: Ab Montag „reduzierter Regelbetrieb“

Die Zahl der betreuten Kinder nimmt zu. Foto: sba

Weil am Rhein -  Immer mehr Mädchen und Jungen kehren in die Weiler Kindertagesstätten zurück. Aktuell befinden sich 152 Kinder in der Notbetreuung. Ab nächster Woche startet in den Weiler Einrichtungen der „reduzierte Regelbetrieb“. Heißt: Eine tageweise Betreuung im rollierenden System erfolgt, so dass Kinder zumindest ein bis zwei Tage pro Woche nach zwei Monaten wieder einmal in ihre Kita gehen können. Hauptamtsleiterin Annette Huber rechnet damit, dass sich hier insgesamt 300 bis 350 Plätze besetzen lassen. Eigentlich gibt es in Weil am Rhein knapp 1100 Kita-Plätze.

Der neuen Rechts-Verordnung des Landes folgend, könnten maximal 50 Prozent der Kita-Plätze belegt werden, doch Huber weiß um die begrenzenden Faktoren. Dazu zählt erstens, dass die Notbetreuung Vorrang hat. Im Fall der Kitas in Ötlingen, Märkt, der freien Kita und dem „Schwalbennest“ bedeutet dies, dass dort über die Notbetreuung hinaus gar keine freien Plätze mehr zur Verfügung gestellt werden können.

Punkt zwei ist als beschränkender Faktor die räumliche Situation. Teilweise wird mit nochmals unterteilten Kita-Gruppen auch in Turn- oder Mehrzweckräume ausgewichen. Und: Je mehr nun die Wirtschaft zudem wieder Fahrt aufnimmt, umso mehr werde der Bedarf nach Notbetreuung steigen.

Der dritte Punkt ist die personelle Situation, also wie viele Erzieher eingesetzt werden können und jeweils für kleinere Gruppen.

Als sehr wichtig werde erachtet, dass alle Kinder wieder in die Kindertagesstätte gehen können, unterstreicht Hauptamtsleiterin im Gespräch mit unserer Zeitung. Seit dem 27. April sei zwar die Zahl wegen der Ausweitung der Notbetreuung kontinuierlich gestiegen, doch die meisten blieben unversorgt. Mit dem rollierenden System, zumindest ein bis zwei Tage in der Woche den Kita-Platz nutzen zu können, soll der langen Zeit Rechnung getragen werde. „Die Kinder sind schon zwei Monate nicht mehr in der Kita.“

Als sehr schwierig für die Planung erwies sich für die Träger und die Stadt, dass die Rechtsverordnung zum reduzierten Regelbetrieb erst Samstag vorlag. Dabei sei der Fahrplan für die weitere Öffnung des Schul- und Kitabetriebs schon am 6. Mai vorgestellt worden, womit auch Erwartungen bei den Eltern geweckt worden seien, weiß Huber. Man war „unglücklich“ über die Kommunikation des Landes.

„Für Eltern ist es eine schwierige Situation, das ist uns bewusst“, erklärt Huber. Diese Woche hätte man aber noch gebraucht, um sich nach dem Eingang der Rechts-Verordnung entsprechend zu organisieren.

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