Weil am Rhein Reiseplanung statt Stornierungen

Die Bürger können wieder Reisen planen. Foto: sba/Markus Ruf

Es kann wieder gereist werden, wenn auch mit deutlichen Einschränkungen gegenüber der Vor-Corona-Zeit. Am heutigen Mittwoch öffnet das Familienunternehmen Reisebüro Stiefvater alle seine Standorte wieder für den Kundenverkehr, darunter auch das „Kaffee & Kreuzfahrt“ in der Innenstadt von Weil.

Weil am Rhein (mcf). Viel Geduld und enorme Kraft seien aufgebracht worden, liefert Geschäftsführer Aron Stiefvater einen Einblick. So waren in der zurückliegenden Zeit eine Masse an Abwicklungen zu erledigen. Trotz des Lock-Downs seien alle hinter den Kulissen Tag und Nacht aktiv und mit der Bearbeitung von Stornierungen und Rückabwicklungen beschäftigt gewesen.

Für Kunden unterwegs

Als erster, wenn auch kleiner Schritt zurück zu einer „normalen Tourismuswelt“, wird die erste Grenzöffnung seit dem 15. Juni bewertet. Im nächsten Schritt geht es derzeit um eine eigene Einschätzung der Destinationen vor Ort. Daher waren beziehungsweise sind aktuell vier Mitarbeiter auf den ersten möglichen Reisen im Ausland für die Kunden unterwegs. Dazu zählen Österreich, Schweiz und Deutschland im nahen Bereich, Spanien (Kanarische Insel), die türkische Riviera rund um den Flughafen Antalya und Italien. Und auf Zypern war der Geschäftsführer Stiefvater mit der erst möglichen Flugverbindung nach dem Lock-Down selbst vor Ort.

Von sehr positiven Eindrücken („begeistert“) berichtete das Unternehmen gestern gegenüber unserer Zeitung.

Die Reisenden würden tolle Gastgeber erwarten, die sich auf die Urlauber freuen – und dies alles mit mehr Ruhe, mehr Abstand und Erholung. Die Sicherheits- und Hygienestandards seien „auf sehr hohem Niveau“. Diese Erkenntnisse will das Reisebüro auch bei der Bedarfsanalyse berücksichtigen und hier Empfehlungen abgeben.

Transparent informieren

Das Reisebüro Stiefvater ist in Weil am Rhein (und in Lörrach, Rheinfelden, Freiburg mit drei weiteren) mit vier Standorten vertreten – auf der Insel, im Rheincenter, im „Kaffee & Kreuzfahrt“ und im Hauptsitz kümmert man sich um die Kunden. Das klare Bekenntnis zur Stadt Weil am Rhein erfolgte nicht zuletzt durch den Standort „Kaffee & Kreuzfahrt“ im Jahr 2019, mittlerweile auch als schönstes Reisebüro Deutschlands auszeichnet. Dies soll nun auch ab dem 1. Juli wieder so sein, wenn viele Hotels wieder geöffnet haben werden und viele Flugverbindungen, auch ab dem Euro-Airport Basel, wieder aufgenommen werden.

Klare Aufgabe ist laut Stiefvater, die Menschen offen, transparent und fundiert darüber zu informieren, wie ein Urlaub im gesamten Jahr 2020 noch aussehen kann und im Jahr 2021 aussehen wird und welche Reiseveranstalter welche Destination wieder anbietet.

Mit Hygienekonzept

Die Beratung findet unter den aktuellen Hygienebestimmungen statt. „Wir haben mit Dirk Pfunder von der Firma Sänger ein Hygienekonzept ausgearbeitet, das für alle Standorte, auch das Kaffee & Kreuzfahrt, ausgelegt ist“, erklärt Aron Stiefvater. Diese Konzepte hängen auch für die Besucher aus.

Die Mitarbeiter würden sich nach mehr als 100 Tagen Stornierungen und Rückabwicklung mit den Kunden nun auf positive Erlebnisse in der Planung und Buchung der schönsten Tage im Jahr freuen. Denn: Alleine mehr als 2000 Rückabwicklungen waren dabei zu bewältigen und nahezu genau so viele Umbuchungen. Stiefvater: „Die Loyalität und die Geduld unserer Kunden ebenso wie der unermüdliche Einsatz unserer Mitarbeiter gibt uns Mut für eine erfolgreiche Zukunft.“

Man sei sich bewusst, dass anstrengende und intensive Monaten anstehen. „Langfristig ist unser Ziel, im Jahr 2022, zum 50-jährigen Bestehen des Familienunternehmens Reisebüro Stiefvater, wieder so viele Menschen wie 2019 in den Urlaub zu schicken.“ Hierbei hofft man auch auf viele bisherige Online-Kunden, die in den vergangenen Wochen mehrfach auf die Mitarbeiter mit der Bitte um Hilfe zu gekommen seien.

Das Reisebüro Stiefvater, seit Gründung 1972 in Familienbesitz, hat das klare Ziel, ohne Kündigungen und Standortschließungen durch diese Krise zu gehen. Damit stelle man sich gegen den Trend der großen Konzerne, die sich aktuell ein Wettbewerb mit Stellenabbau und Entlassungen liefern würden.

Als größter touristischer Ausbildungsbetrieb würden nicht nur die Auszubildenden nach Ausbildung übernommen, sondern auch für dieses Jahr neue ausgebildet. „Wir bauen weiterhin auf den Mensch“, betont Stiefvater.

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